Ein 48-jähriger Mann sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er versucht haben soll, einen 59-Jährigen zu töten.
Haftbefehl nach versuchtem Tötungsdelikt in Bönnigheim

Ludwigsburg (ost)
Seit dem letzten Samstag, dem 01.08.2026, sitzt ein Mann im Alter von 48 Jahren in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, dass er am Freitagabend in Bönnigheim versucht hat, einen 59-jährigen Mann zu töten.
Das Opfer im Alter von 59 Jahren war am 31.07.2026 gegen 23:15 Uhr zusammen mit einer 19-jährigen Freundin auf dem Schmiedsberger Weg in Bönnigheim mit dem Fahrrad unterwegs. An der Stelle des Friedhofs hielten sie an, um mit zwei Bekannten zu sprechen. Der 48-jährige Mann soll mit seinem Renault den Schmiedsberger Weg entlang gefahren sein, plötzlich beschleunigt haben und gezielt auf den 59-jährigen Mann zugefahren sein, vermutlich um ihn zu überfahren. Der 59-Jährige konnte sich durch einen Sprung zur Seite retten, sodass nur sein Fahrrad vom Renault erfasst wurde. Danach stieg der 48-Jährige aus und griff gezielt mit einem Messer den 59-Jährigen an, wobei er ihm mehrere Schnittwunden am Oberkörper zufügte, bis er von den beiden anderen anwesenden Männern überwältigt wurde. Der Hintergrund für den Streit dürften anhaltende persönliche Auseinandersetzungen zwischen den beiden Männern gewesen sein.
Der 59-Jährige wurde durch den Angriff schwer verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, welches er jedoch nach der Behandlung der Wunden wieder verlassen konnte. Der 48-jährige Angreifer wurde noch am Tatort von Polizeieinsatzkräften vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn am nächsten Tag einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung gegen den 48-Jährigen, setzte ihn in Vollzug und wies den Tatverdächtigen mit italienischer Staatsangehörigkeit in eine Justizvollzugsanstalt ein. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg sind noch im Gange.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 auf 402, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 345 auf 363 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 36 auf 39 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich von 165 auf 211. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








