Mutmaßlicher Rauschgiftdealer in Haft nach illegaler Einfuhr von Betäubungsmitteln aus Polen. Ermittlungen gegen drei Männer im Alter von 23, 31 und 57 Jahren.
Hechingen: Drogenversand nach Deutschland

Reutlingen (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Hechingen und Polizeipräsidium Reutlingen
Aktuell ermitteln Staatsanwaltschaft Hechingen und eine Rauschgiftermittlungsgruppe der Kriminalpolizei gegen drei Männer im Alter von 23, 31 und 57 Jahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die Beschuldigten sollen am illegalen Transport von Drogen von Polen nach Deutschland beteiligt gewesen sein. Der 31-jährige Verdächtige befindet sich bereits in Untersuchungshaft.
Die drei Männer mit polnischer Staatsangehörigkeit, die in Albstadt leben, gerieten im Zuge von Ermittlungen im Drogenmilieu ins Visier der Behörden. Es wurde festgestellt, dass der 57-Jährige im August 2024 ein Paket mit Drogen an den vermeintlichen 23-jährigen Vermittler geschickt haben soll. Anschließend soll der 31-Jährige die Drogen für den weiteren Handel übernommen haben. Aufgrund eines richterlichen Beschlusses der Staatsanwaltschaft Hechingen wurde ein Paket aus Polen, das an den 23-Jährigen adressiert war, vor der Zustellung beschlagnahmt. Bei der Durchsuchung des Pakets fanden die Ermittler etwa 100 Gramm Kokain.
Bei den Durchsuchungen am Mittwoch (18.09.2024) stellten die Beamten bei dem 31-Jährigen und dem 57-Jährigen unter anderem mehrere hundert Gramm Amphetamin und Marihuana sowie einige Gramm Kokain sicher. Gegen den 31-Jährigen, der als Anführer des Trios gilt, lag bereits ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hechingen vor, der vollstreckt wurde. Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen und noch am selben Tag dem Haftrichter beim Amtsgericht Hechingen vorgeführt. Der Haftbefehl wurde durchgesetzt und der Beschuldigte inhaftiert. Die beiden mutmaßlichen Komplizen sind auf freiem Fuß.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, insbesondere zu den Vertriebswegen der Betäubungsmittel, dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2021/2022
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 43649 Fälle aufgezeichnet, wobei 40310 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 35175, wobei 30686 männliche und 4489 weibliche Verdächtige waren. 10875 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle registriert, wobei 36787 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 32420, wobei 28389 männliche und 4031 weibliche Verdächtige waren. 10727 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 70510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 43.649 | 40.049 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 40.310 | 36.787 |
| Anzahl der Verdächtigen | 35.175 | 32.420 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 30.686 | 28.389 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.489 | 4.031 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.875 | 10.727 |
Quelle: Bundeskriminalamt








