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Hechingen: Massive Drogenbeschlagnahme in Balingen

Zwei mutmaßliche Dealer festgenommen, über 1 kg Betäubungsmittel und tausende Ecstasy-Tabletten sichergestellt.

Foto: Depositphotos

Reutlingen (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Hechingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen

Zwei Verdächtige wurden am Freitag (30.01.2026) von der Polizei unter dem dringenden Verdacht des bewaffneten Drogenhandels festgenommen. Die Drogenfahnder stellten über ein Kilogramm Betäubungsmittel sicher, darunter mehrere tausend Ecstasy-Tabletten. Beide Verdächtige befinden sich in Untersuchungshaft.

Nach monatelangen, zum Teil verdeckt geführten Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen die beiden Männer im Alter von 37 und 40 Jahren, ihnen wird vorgeworfen, die lokale Drogenszene mit verschiedenen, teilweise selbst hergestellten Betäubungsmitteln versorgt zu haben. Der 40-Jährige soll seine Wohnung für die Drogenproduktion genutzt haben.

Die Staatsanwaltschaft Hechingen erwirkte daraufhin richterliche Durchsuchungsbeschlüsse, die am Freitag vollstreckt wurden. In den beiden Balinger Wohnungen des Duos sowie in einer Garage, die vom 37-Jährigen genutzt wurde, wurden unter anderem mehr als ein Kilogramm Amphetamin, rund 450 Gramm Ketamin, über 170 Gramm Kokain und mehr als 5.200 Ecstasy-Tabletten gefunden und beschlagnahmt. Zudem wurden mehrere griffbereite Klappmesser entdeckt.

Die beiden deutschen Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen und noch am selben Tag dem Haftrichter beim Amtsgericht Hechingen vorgeführt. Die von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehle wurden erlassen und vollstreckt. Anschließend wurden die Männer in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen, insbesondere zu weiteren Handelsstrukturen, Drogenhändlern und Abnehmern der Betäubungsmittel, dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32420 auf 30714 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 26963 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 3751. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10727 auf 11419 an. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

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