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Heidelberg: 17-jähriger Tatverdächtiger in Haft

Ein 17-jähriger syrischer Staatsangehöriger wird verdächtigt, eine 19-jährige Frau getötet zu haben. Die Ermittlungen dauern an.

Foto: Depositphotos

Mannheim (ost)

Gemeinsame Mitteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Polizeipräsidiums Mannheim:

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim erließ das Amtsgericht Mannheim einen Haftbefehl gegen einen 17-jährigen syrischen Staatsbürger. Er wird dringend verdächtigt, am frühen Mittwochmorgen, dem 11. März 2026, eine 19-jährige Frau getötet zu haben.

Der 17-Jährige soll seit mehr als einem Jahr eine Beziehung mit der 19-Jährigen geführt haben. Am Dienstagabend traf er sich zunächst mit der Frau und begab sich später gemeinsam mit ihr zum sogenannten Karlstern im Stadtteil Mannheim-Gartenstadt. Dort soll er schließlich gegen 0.30 Uhr am frühen Mittwochmorgen unerwartet auf die Frau eingeschlagen haben, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht verteidigen konnte. Der 17-Jährige soll dies ausgenutzt haben und die 19-Jährige angeblich mit den Händen und möglicherweise einem Ast getötet haben. Die Leiche der jungen Frau wurde am Mittwochmorgen um 8 Uhr von einer Spaziergängerin entdeckt, die die Polizei verständigte.

Dank sofort eingeleiteter umfangreicher Ermittlungen einer 60-köpfigen Sonderkommission konnte der 17-jährige Verdächtige noch am Mittwochabend in Mannheim von einem mobilen Einsatzkommando der Polizei vorläufig festgenommen werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim erließ das Amtsgericht Mannheim einen Haftbefehl gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen wegen Mordes. Am Donnerstagnachmittag, dem 12. März 2026, wurde er dem Haft- und Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mannheim vorgeführt. Nach Verkündung des Haftbefehls wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Mordraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, wovon 304 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 381 Verdächtige, darunter 345 Männer, 36 Frauen und 165 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 338, wovon 312 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 402, darunter 363 Männer, 39 Frauen und 211 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 aufgezeichneten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 315 338
Anzahl der aufgeklärten Fälle 304 312
Anzahl der Verdächtigen 381 402
Anzahl der männlichen Verdächtigen 345 363
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 36 39
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 165 211

Quelle: Bundeskriminalamt

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