Ein 39-jähriger Mann wurde in Heidelberg festgenommen, weil er Betäubungsmittel verkauft haben soll. Er wurde bereits zuvor wegen ähnlicher Delikte verurteilt.
Heidelberg: 39-Jähriger in Untersuchungshaft

Heidelberg (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Heidelberg und Polizeipräsidium Mannheim
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg erließ das Amtsgericht Heidelberg einen Haftbefehl gegen einen 39-jährigen Mann wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in Verbindung mit unerlaubter Abgabe von Betäubungsmitteln in Verbindung mit unerlaubtem Handel mit Cannabis.
Der Verdächtige soll am 3. September 2026 im Bereich des Bella-Parks in der Kurfürsten-Anlage in Heidelberg mehrmals Amphetamin und Cannabis zum Verkauf bei sich gehabt haben. Nach bisherigen Ermittlungen soll er zunächst einigen Bekannten eine kleine Menge Amphetamin zum direkten Konsum überlassen haben. Kurz darauf soll er einer weiteren interessierten Person sowie einem Zeugen jeweils eine Probe der Substanz angeboten haben.
Der Zeuge soll dann gegen Zahlung von 20 Euro mindestens eine weitere Konsumeinheit Amphetamin erworben haben.
Der Bella-Park ist bereits seit einiger Zeit aufgrund von Drogenkriminalität verstärkten polizeilichen Kontrollen unterworfen. Bei einer solchen Kontrolle wurden Beamte des Polizeireviers Heidelberg-Mitte auf die Vorkommnisse aufmerksam und nahmen den Mann fest. Bei der folgenden Personenkontrolle wurden etwa 10 Gramm Cannabis sowie ungefähr ein weiteres Gramm Amphetamin gefunden. Zudem wurde eine kleine Menge Bargeld sichergestellt.
Der 39-Jährige war erst wenige Tage zuvor am selben Ort mit Marihuana und einem Medikament mit dem Wirkstoff Pregabalin erwischt worden und deshalb in einem beschleunigten Verfahren zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Tatsache, dass er kurz darauf erneut am gleichen Ort mit Drogen erwischt wurde, verstärkt den Verdacht eines fortgesetzten, gewerbsmäßigen Vorgehens.
Am heutigen Tag, dem 4. September 2026, wurde der Beschuldigte der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg vorgeführt, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl erließ. Nach Eröffnung des Haftbefehls wurde dieser vollstreckt und der Beschuldigte anschließend inhaftiert.
Die Ermittlungen des Polizeireviers Heidelberg-Mitte und der Staatsanwaltschaft Heidelberg dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 haben sich leicht verringert. Im Jahr 2022 wurden 40.049 Fälle erfasst, wovon 36.787 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 32.420, wobei 28.389 männliche Verdächtige und 4.031 weibliche Verdächtige waren. 10.727 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 37.873 Fälle erfasst, wovon 34.877 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 30.714, darunter 26.963 männliche und 3.751 weibliche Verdächtige. 11.419 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73.917 Drogenfälle erfasst, was die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








