Zwei Männer in Heidelberg wegen versuchten Raubes in Untersuchungshaft. Einer festgenommen, der andere flüchtig, Ermittlungen dauern an.
Heidelberg: Männer in Untersuchungshaft

Heidelberg (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg hat das Amtsgericht Heidelberg Haftbefehle gegen zwei Männer erlassen. Ihnen wird ein versuchter besonders schwerer Raub vorgeworfen. Die Verdächtigen sollen sich gemeinsam am Dienstag, dem 14.07.2026 vor 11:00 Uhr mit zwei weißen Elektrotretrollern nach Heidelberg begeben haben, um das Juweliergeschäft des Geschädigten in der Brückenstraße zu überfallen und dabei hochwertige Schmuckstücke sowie Uhren zu stehlen. Der 21-Jährige klingelte zunächst an der Eingangstür des Juweliergeschäfts. Nachdem der Ladenbesitzer die Tür geöffnet hatte, sollen die Verdächtigen eingetreten sein. Der Geschäftsinhaber begab sich zunächst hinter den Tresen, um die vermeintlichen Kunden zu bedienen. Der 21-Jährige folgte sofort zum Tresen und zog mit der linken Hand eine Schreckschusswaffe unter seiner Oberbekleidung hervor. Diese soll er aus nächster Nähe auf Kopfhöhe des Ladenbesitzers gehalten haben, um ihn zur Duldung der Wegnahme der wertvollen Schmuckstücke und Uhren zu zwingen.
Daraufhin begab sich der Ladenbesitzer schnell in Richtung der Eingangstür seines Geschäfts. Beide Verdächtigen sollen nun vor der Eingangstür gestanden und den Besitzer daran gehindert haben, den Raum zu verlassen. Dabei kam es zu einem Handgemenge zwischen dem 21-Jährigen und dem Geschädigten, bei dem der Verdächtige dem Ladenbesitzer aus nächster Nähe Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Trotz erheblichen Widerstands der Verdächtigen gelang es dem Angegriffenen, sein Juweliergeschäft unter Hilferufen zu verlassen. Mit Hilfe eines zufällig hinzukommenden Zeugen konnte er den 21-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Während der 21-Jährige anschließend von Polizisten am Tatort vorläufig festgenommen werden konnte, gelang es dem zunächst unbekannten Mittäter zu fliehen. Der am Tattag Festgenommene wurde am 15.07.2026 der Haft- und Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Heidelberg vorgeführt. Sie erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg Haftbefehl wegen des Versuchs des besonders schweren Raubes in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung gegen ihn. Nach Eröffnung des Haftbefehls wurde dieser vollstreckt und der 21-Jährige anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen konnte der Mittäter des 21-Jährigen identifiziert und am 13.08.2026 in Zwingenberg vorläufig festgenommen werden. Er wurde am 14.08.2026 der Haft- und Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Heidelberg vorgeführt, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg ebenfalls Haftbefehl wegen des Versuchs des besonders schweren Raubes in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung erließ. Der Haftbefehl wurde vollstreckt und der 23-Jährige ebenfalls in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und der Staatsanwaltschaft Heidelberg dauern an.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3782 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2037 im Jahr 2022 auf 2518 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2602 im Jahr 2022 auf 3202 im Jahr 2023. Davon waren 2369 männliche und 233 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 2906 männliche und 296 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1313 im Jahr 2022 auf 1674 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.042 | 3.782 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.037 | 2.518 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.602 | 3.202 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.369 | 2.906 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 233 | 296 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.313 | 1.674 |
Quelle: Bundeskriminalamt








