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Heidelberg: Untersuchungshaft für Tatverdächtige wegen Drogenhandels

Zwei Männer in Untersuchungshaft wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Cannabis in Weinheim und Rhein-Neckar-Kreis.

Foto: Depositphotos

Rhein-Neckar-Kreis (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Mannheim und Polizeipräsidium Mannheim

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim erließ das Amtsgericht Mannheim Haftbefehle gegen einen 23-jährigen polnischen Mann und einen 24-jährigen deutschen Mann wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in Verbindung mit Handel mit Cannabis in zwei Fällen sowie des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in zwei Fällen.

Spätestens Ende Oktober 2025 sollen die beiden Verdächtigen zusammengearbeitet haben, um mit Betäubungsmitteln und Cannabis in der Region zwischen Darmstadt und dem Rhein-Neckar-Gebiet zu handeln. Unter anderem verteilten sie in Laudenbach vor dem 31.10.2025 Werbeflyer in polnischer Sprache für ihr illegales Unternehmen mit einer Telefonnummer. Im Zeitraum zwischen dem 15.12.2025 und dem 14.02.2026 verkauften die Männer in drei Fällen im Stadtgebiet Weinheim Kokain, Haschisch und Marihuana in verschiedenen Mengen.

Intensive Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Mannheim führten zur Sicherung von Beweisen, Identifizierung und Lokalisierung der Verdächtigen. Schließlich wurden der 23-Jährige und der 24-Jährige am 21. Mai 2026 von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Mannheim, des Polizeipräsidiums Einsatz und der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Südhessen festgenommen.

Bei den anschließenden Hausdurchsuchungen wurden neben 80 Gramm Kokain, etwa 170 Gramm Methamphetamin und mindestens zwei Kilogramm Cannabis auch Bargeld in vierstelliger Höhe, 18 Stangen Zigaretten ohne Steuerbanderolen und zwei Schreckschusswaffen sichergestellt.

Heute, am 22. Mai 2026, wurden die beiden Verdächtigen dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt, der die bereits auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim erlassenen Haftbefehle vollstreckte. Nach Verkündung der Haftbefehle wurden der 23-Jährige und der 24-Jährige in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg des Polizeipräsidiums Mannheim und der Staatsanwaltschaft Mannheim dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 im Jahr 2022 auf 34877 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32420 auf 30714 zurück. In Bezug auf die Geschlechterverteilung waren die meisten Verdächtigen männlich, wobei 28389 Männer im Jahr 2022 und 26963 im Jahr 2023 erfasst wurden. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen blieb relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

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