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Heilbronn: Haftbefehl nach versuchtem Totschlag in Vaihingen an der Enz

Ein 29-Jähriger wird verdächtigt, einen 24-Jährigen mit einem Messerstich lebensbedrohlich verletzt zu haben. Der Tatverdächtige wurde in Haft genommen.

Foto: Depositphotos

Ludwigsburg (ost)

Am Freitag (27.02.2026) haben sich um die Mittagszeit zwei Männer im Alter von 24 und 29 Jahren in Vaihingen an der Enz in einen Streit verwickelt.

Nach den bisherigen Untersuchungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg sollen die beiden Männer zunächst mündlich in der Neuen Gasse gestritten haben, bevor es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Dabei haben sich der 24- und der 29-Jährige gegenseitig geschubst und geschlagen. Dann soll der ältere Mann ein Messer gezogen und den 24-Jährigen lebensgefährlich im Oberkörperbereich verletzt haben.

Der 29-Jährige soll danach zunächst geflohen sein, kurz darauf jedoch zum Ort des Geschehens zurückgekehrt sein, wo Polizeikräfte den Mann vorübergehend festnahmen konnten. Der Verdächtige erlitt bei der Auseinandersetzung mit dem 24-Jährigen leichte Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt wurden. Der 24-Jährige ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Der 29-jährige gambische Staatsbürger wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn am Samstag (28.02.2026) einer Haftrichterin am Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Diese erließ einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung und wies den Mann in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Die Untersuchungen zu den genauen Umständen und Hintergründen der Tat dauern an. Es könnte sein, dass der Streit zwischen den beiden Männern bereits in der Grabenstraße begann und sich dann durch die Innenstadt in die Neue Gasse verlagerte, so die bisherigen Erkenntnisse.

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg nimmt unter der Telefonnummer 0800 1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de sachdienliche Zeugenhinweise entgegen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Mordraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 315 338
Anzahl der aufgeklärten Fälle 304 312
Anzahl der Verdächtigen 381 402
Anzahl der männlichen Verdächtigen 345 363
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 36 39
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 165 211

Quelle: Bundeskriminalamt

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