Das Zollfahndungsamt Stuttgart hat eine illegale Marihuana-Plantage entdeckt und zwei Tatverdächtige festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.
Heilbronn: Illegale Marihuana-Plantage entdeckt,700 Pflanzen und 30 Kilogramm Marihuana sichergestellt

Stuttgart (ost)
-Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Zollfahndungsamts Stuttgart- Schon Anfang April führte das Zollfahndungsamt Stuttgart im Auftrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn Durchsuchungen bei einem 48-jährigen Kroaten und einem 44-jährigen Deutschen durch. Der Grund dafür waren Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegalen Handel mit Cannabis in nicht unerheblicher Menge. Bei den kürzlich durchgeführten Durchsuchungen wurde bei dem jüngeren Mann eine professionelle Anlage zur Aufzucht von Pflanzen entdeckt. Die dort gefundenen Marihuana-Pflanzen befanden sich in verschiedenen Wachstumsphasen. Ihre Höhe reichte von 20 bis 165 Zentimetern. In derselben Wohnung wurden außerdem 30 Kilogramm verpacktes Marihuana sowie etwa 300 Gramm Haschisch und eine kleine Menge Amphetamin gefunden. Außerdem fanden die Zöllner neben umfangreichem Verpackungsmaterial auch Druckluftwaffen, Wurfsterne, Messer und eine Machete. Alle Gegenstände wurden beschlagnahmt. In Bezug auf die Waffen wird eine Verletzung des Waffengesetzes geprüft. In der Wohnung des Kroaten wurde Bargeld in Höhe von 15.000 Euro gefunden und beschlagnahmt, das angeblich aus dem Drogenhandel stammt.
Beide Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen beide Personen wegen gewerbsmäßigen Handels mit Cannabis in nicht geringer Menge und bewaffnetem Handeltreiben mit Cannabis und ordnete die Untersuchungshaft an.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Zollfahndungsamts Stuttgart dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32420 auf 30714 zurück, wobei 26963 männliche und 3751 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








