Ein 33-jähriger Mann wurde nach einem versuchten Tötungsdelikt im Straßenverkehr festgenommen, nachdem er einen 19-jährigen Autofahrer mehrfach gerammt hatte.
Heilbronn: Verfolgungsjagd auf Landstraße endet mit Festnahme

Heilbronn (ost)
Möckmühl/Marlach: Mann in Haft nach versuchtem Tötungsdelikt im Straßenverkehr – Zeugen und mögliche weitere Geschädigte gesucht
Die Ermittlungen aufgrund eines versuchten Tötungsdelikts werden vom Kriminalkommissariat Künzelsau durchgeführt. Personen, die Zeugen waren, möglicherweise weitere gefährdete Verkehrsteilnehmer oder weitere Geschädigte des folgenden Vorfalls, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.
Früh am Morgen des 12.09.2026 wurde ein 33-Jähriger in Marlach festgenommen. Gegen 01:00 Uhr fuhr ein 19-Jähriger mit seinem BMW auf der Landesstraße 1025 in Möckmühl-Ruchsen, als er zuerst von dem 33-Jährigen in seinem BMW innerorts überholt wurde. Zwischen den Ortschaften Ruchsen und Widdern soll der Ältere den Jüngeren mehrmals ausgebremst und dann mit Gesten bedroht haben. Der 19-Jährige fuhr weiter in Richtung Olnhausen, woraufhin der 33-Jährige ihn in seinem Auto verfolgte und versuchte, links zu überholen. Die Fahrzeuge streiften sich, wodurch der Überholvorgang abgebrochen wurde. Der Tatverdächtige soll dann den BMW des 19-Jährigen zwischen Olnhausen und Berlichingen absichtlich gerammt haben. Dies wiederholte sich zwischen Berlichingen und Bieringen sowie zwischen Winzenhofen und Gommersdorf. Nachdem der 19-Jährige in Krautheim gewendet hatte und sich auf dem Weg zwischen Krautheim und Gommersdorf befand, wurde er ein viertes Mal vom Tatverdächtigen gerammt. Während des Vorfalls informierte der 19-Jährige die Polizei und gab seinen Standort an. Die Polizei konnte schließlich in Marlach die beiden Fahrzeuge stoppen und den 33-Jährigen festnehmen.
Während der weiteren polizeilichen Maßnahmen bemerkten die Beamten Ausfallerscheinungen beim Tatverdächtigen, daher wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt, der einen Wert von 1,0 Promille ergab. Aufgrund der Möglichkeit einer akuten Betäubungsmittelbeeinflussung musste der Mann zwei Blutproben abgeben. Die Fahrzeuge und das Mobiltelefon des Tatverdächtigen wurden beschlagnahmt. Der 33-jährige polnische Staatsbürger wurde am Sonntag einem Haftrichter beim Amtsgericht Öhringen vorgeführt, der den von der Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragten Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erließ und in Vollzug setzte. Der Tatverdächtige wurde inhaftiert.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, wovon 304 aufgeklärt wurden. Im Jahr 2023 stieg die Zahl auf 338 Fälle, von denen 312 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 345 Männer und 36 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 363 Männer und 39 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 165 im Jahr 2022 auf 211 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 (3.38%) aus, während Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel nur 1733 (0.57%) ausmachten. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 (85.09%). In der Ortslage innerorts gab es 25663 (8.37%) Unfälle, außerorts (ohne Autobahnen) 13562 (4.42%) und auf Autobahnen 3369 (1.1%). Die Anzahl der Getöteten betrug 369, Schwerverletzten 6139 und Leichtverletzten 36086.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








