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Heilbronn: Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Zwei Personen nach räuberischer Erpressung in Heilbronn festgenommen und inhaftiert. Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Foto: Depositphotos

Heilbronn (ost)

Heilbronn: Zwei Verdächtige in U-Haft nach räuberischer Erpressung

Nach einem vermeintlichen Fall von räuberischer Erpressung in der Nähe der Experimenta in Heilbronn befinden sich eine 21-jährige Frau und ein 21-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Die beiden Beschuldigten sollen am Dienstag, den 8. September 2026, gegen 02:55 Uhr einen 19-jährigen Bekannten in die Nähe der Experimenta gelockt haben. Dort soll der 19-Jährige unerwartet von dem 21-jährigen Verdächtigen angegriffen worden sein. Danach sollen die Frau und der Mann das Opfer auf eine abgelegene Grünfläche gebracht und ihn dort über mehrere Stunden hinweg mehrfach körperlich attackiert haben. Außerdem sollen sie den Mann gedemütigt haben, indem sie Videos aufnahmen. Unter Androhung weiterer Gewalt sollen sie den 19-Jährigen gezwungen haben, eine Zigarettenschachtel und seinen Geldbeutel herauszugeben. Außerdem verlangten die Verdächtigen die Aushändigung eines dreistelligen Geldbetrags und drohten dem Opfer bei Nichtzahlung mit weiteren schwerwiegenden Konsequenzen. Am nächsten Morgen begleiteten die Verdächtigen das Opfer zu dessen Wohnort, damit er das geforderte Geld beschaffen konnte. Dort gelang es dem 19-Jährigen zu fliehen und die Polizei zu alarmieren. Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten Beamte des Polizeireviers Heilbronn die beiden Verdächtigen kurz darauf in einem Bus in der Nähe des Tatorts vorläufig festnehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn wurden die 21-jährige deutsche Staatsbürgerin und der 21-jährige italienische Staatsbürger am nächsten Tag einer Haftrichterin beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt, die Haftbefehle wegen räuberischer Erpressung, Nötigung und gefährlicher Körperverletzung erließ und vollstreckte. Beide wurden anschließend in Justizvollzugsanstalten gebracht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heilbronn dauern an.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3782 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2037 auf 2518. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2602 im Jahr 2022 auf 3202 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 2369 Männer und 233 Frauen im Jahr 2022, während es 2906 Männer und 296 Frauen im Jahr 2023 waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 1313 im Jahr 2022 auf 1674 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Raubüberfälle in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.042 3.782
Anzahl der aufgeklärten Fälle 2.037 2.518
Anzahl der Verdächtigen 2.602 3.202
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.369 2.906
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 233 296
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.313 1.674

Quelle: Bundeskriminalamt

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