Am 11. Juli traf sich der Arbeitskreis Feuerwehr-Sanitäter des Feuerwehrverbandes Rhein-Neckar-Kreis im Feuerwehrhaus in Spechbach. Rund 30 Teilnehmende folgten der Einladung.
Heiligkreuzsteinach: Arbeitskreis Feuerwehr-Sanitäter tagt in Spechbach

Spechbach (ost)
Am 11. Juli hat sich der Arbeitskreis Feuerwehr-Sanitäter des Feuerwehrverbandes Rhein-Neckar-Kreis im Feuerwehrhaus in Spechbach getroffen. Etwa 30 Personen sind der Einladung gefolgt. Die Veranstaltung wurde von Feuerwehrarzt Dr. Eric Henn moderiert.
Zu Beginn hat Henn der Freiwilligen Feuerwehr Spechbach, insbesondere Timo Braun und Frederik Ziegler, für die Vorbereitung und Durchführung gedankt. Kommandant Braun hat die positive Entwicklung des Arbeitskreises und seine zunehmende Bedeutung hervorgehoben.
Der erste Fachvortrag wurde von Friedrich Sommer zum Thema psychiatrische Notfälle gehalten. Im Fokus standen typische Krankheitsbilder, Deeskalation, Eigenschutz, Kommunikation sowie rechtliche Rahmenbedingungen bei Unterbringung und Zwangsmaßnahmen. Sommer hat betont, dass psychiatrische Einsatzlagen zunehmen und für Einsatzkräfte schwer vorhersehbar sein können.
Maxime Schewior hat sich dann dem „unterschätzten Patienten“ gewidmet. Nicht jeder kritisch kranke Patient ist auf den ersten Blick als solcher erkennbar. Eine erste Untersuchung stellt daher immer nur eine Momentaufnahme dar. Entscheidend sind regelmäßige Neubewertungen, die Beachtung kleiner Veränderungen und ein kritischer Blick auf den ersten Eindruck.
Georg Hirsch hat die Reanimationsleitlinien 2025 von ERC/GRC vorgestellt. Es gibt keine größeren grundlegenden Änderungen, jedoch zahlreiche Anpassungen im Detail. Dazu gehören eine verstärkte Nutzung moderner Technik, datengestützte Auswertungen, präzisere Vorgaben zur Nachbehandlung und Änderungen bei besonderen Reanimationssituationen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Evaluation der Ersthelferverordnung. Referent Martin Krebes hat über deutlich reduzierte Alarmierungen von Helfer-vor-Ort-Gruppen berichtet. Kritisch diskutiert wurden gestrichene Einsatzstichworte, uneinheitliche Vorgaben und mögliche Auswirkungen auf Motivation und Einsatzbereitschaft. Der Rhein-Neckar-Kreis strebt hierzu eine einheitliche Lösung an.
Zum Abschluss hat Dr. Eric Henn über die Ausbildung im Feuerwehr-Sanitätsdienst informiert. Ein runder Tisch bot Gelegenheit für Fragen, Rückmeldungen und Themenwünsche.
Das nächste Treffen ist für Januar 2027 in Heiligkreuzsteinach geplant. Als Schwerpunktthema sind Kindernotfälle vorgesehen.
Quelle: Presseportal








