Beim Kauf eines Helmes ist es wichtig, auf geprüfte Qualität, richtige Passform und Sicherheitsstandards zu achten. Ein ungeeigneter Helm kann im Ernstfall Leben kosten.
Helmkauf: Qualität, Passform und Sicherheitsstandards beachten

Mittelbaden (ost)
Es ist zur Mittagszeit und an einer Kreuzung ignoriert der Fahrer eines Mopeds die Vorfahrt eines Lastwagens und wird bei dem folgenden Unfall schwer verletzt: Gesichtsfrakturen, Verlust mehrerer Zähne und ein Schädel-Hirn-Trauma. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Helm über das Internet gekauft wurde, eine Fälschung eines bekannten Herstellers und völlig ungeeignet, um den Träger zu schützen.
Gemäß der Straßenverkehrsordnung muss jeder Fahrer oder Mitfahrer eines Motorrads sowie offener drei- oder mehrspuriger Kraftfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h während der Fahrt einen passenden Schutzhelm tragen.
Ein geeigneter Helm muss bei einem Unfall Belastungen standhalten können, die im Ernstfall Leben retten können. Daher sollten Motorradfahrer beim Kauf nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf geprüfte Qualität, passende Größe, hochwertige Materialien und sichere Verschlusssysteme. ECE-zugelassene Helme gewährleisten, dass umfangreiche Sicherheitsprüfungen durchgeführt wurden und bestimmte Anforderungen an Schutz und Stabilität erfüllt sind. Eine ECE-Zulassung ist jedoch nach deutschem Recht nicht verpflichtend.
Vor allem bei sehr günstigen Angeboten oder Helmen unbekannter Herkunft besteht das Risiko, dass die erforderlichen Merkmale wie ausreichende Stoßdämpfung, Schalenstabilität, sichere Kinnriemen und Verschlüsse sowie Visiere mit Splitterschutz fehlen können. Beim Schutzhelm zählt die Sicherheit – nicht nur der Preis. Ein Motorradhelm ist kein modisches Accessoire, sondern der entscheidende Schutz für das eigene Leben!
Übrigens: Bei einer Kontrolle droht neben einem Verwarnungsgeld auch die Untersagung der Weiterfahrt, wenn ein ungeeigneter Helm festgestellt wird.
Weitere Informationen unter: https://gib-acht-im-verkehr.de/themen/motorrad/helm
/rs
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926, was 85.09% entspricht. Innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








