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Hemsbach: Feuerwehr verhinderte Großbrand

Garage und Wohnhaus in Weinheimer Nordstadt gerettet – Hitze-Strapazen für Einsatzkräfte, Lob vom OB

Foto: Unsplash

Weinheim (ost)

Die Weinheimer Nordstadt sah sich mit einem Brand in einer Garage und einem Wohnhaus konfrontiert – Zum Glück wurde niemand verletzt – Die Einsatzkräfte hatten mit extremer Hitze zu kämpfen

Weinheim. Dank des entschlossenen und professionellen Einsatzes der Weinheimer Feuerwehr konnte am Donnerstagmorgen in der Weinheimer Nordstadt verhindert werden, dass sich der Brand einer Garage und des angrenzenden Wohnhauses weiter ausbreitete. Eine Ausdehnung des Feuers in der dicht bebauten Straße nahe des Hauptbahnhofs hätte katastrophale Folgen haben können. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt, und alle Bewohner des Hauses konnten sich sicher in Sicherheit bringen. Rund 50 Einsatzkräfte waren bis weit in den Nachmittag hinein im Einsatz und mussten aufgrund der schrecklichen Hitze alles geben. Bei fast 40 Grad war es eine enorme Belastung. Ein Feuerwehrmann musste aufgrund von Kreislaufproblemen medizinisch versorgt werden.

Oberbürgermeister lobt taktisches Vorgehen

Oberbürgermeister Michael Möslang besuchte einen Tag nach seiner offiziellen Amtseinführung die Brandstelle, um sich persönlich ein Bild von der Situation zu machen. Er war beeindruckt von der Einsatzstärke und der taktischen Aufstellung der Weinheimer Feuerwehr. „So etwas habe ich selten gesehen“, kommentierte er. Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach war vor Ort und informierte den Oberbürgermeister über die Lage. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Dr. Ingo Schmiedeberg machte sich selbst ein Bild vor Ort. Der Alarm ging gegen 11.30 Uhr ein: Garagenbrand in der Karlstraße. Während der Anfahrt gingen mehrere Notrufe bei der Integrierten Leitstelle ein. Anrufer berichteten von Explosionen im Brandbereich. Schon auf dem Weg zur Brandstelle war eine massive schwarze Rauchwolke über der Nordstadt sichtbar, die das Ausmaß des Brandes verdeutlichte. Nur sieben Minuten nach dem Alarm trafen das erste Löschfahrzeug und die Drehleiter der Feuerwehr Weinheim zur Brandbekämpfung ein. Kurz darauf kam die Feuerwehrabteilung Sulzbach zur Unterstützung. Trotz des schnellen Eingreifens hatte sich das Feuer bereits stark ausgebreitet. Der anfängliche Garagenbrand griff auf den Dachstuhl des Wohngebäudes über. Durch die enge Bebauung breitete sich das Feuer auf ein benachbartes Gebäude sowie auf weitere angrenzende Gebäude im hinteren Bereich aus. Aufgrund der dynamischen Situation wurde die Feuerwehr Hemsbach mit zusätzlichen Einsatzkräften und einer zweiten Drehleiter nachalarmiert. Ziel war es, neben der Drehleiter in der Karlstraße eine weitere Drehleiter von der Kapellenstraße aus einzusetzen, um den Brand von zwei Seiten zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zur Unterstützung der Atemschutztrupps wurden auch die Feuerwehrabteilungen Rippenweier und Oberflockenbach alarmiert. Die Feuerwehrabteilung Lützelsachsen Hohensachsen stand bereit, um während des laufenden Großeinsatzes den Grundschutz für das Stadtgebiet sowie mögliche Einsätze auf der Bundesautobahn sicherzustellen. Diese Entscheidung erwies sich als richtig. Während des Brandeinsatzes wurde die Feuerwehr zusätzlich zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im Technologiepark alarmiert. Zum Glück handelte es sich um einen Fehlalarm.

Einsturzgefahr wird bewertet

Glücklicherweise wurde niemand durch den Brand unmittelbar verletzt. Eine Person wurde vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht und versorgt. Aufgrund der erheblichen Brandschäden wurde das Technische Hilfswerk aus Ladenburg mit einem Baufachberater hinzugezogen. Dieser überprüft die Standsicherheit des Gebäudes und bewertet mögliche Einsturzgefahren.

Die Löscharbeiten zogen sich lange hin. Das Feuer hatte sich in Teilen der Zwischendecke ausgebreitet und musste unter Atemschutz mühsam freigelegt und gelöscht werden. Die Einsatzkräfte öffneten unter anderem die Dachkonstruktion der Garage, um an verborgene Glutnester zu gelangen. Aufgrund der erheblichen Gebäudeschäden blieb die Karlstraße für einige Zeit voll gesperrt. Das Technische Hilfswerk und der städtische Bauhof richteten die erforderlichen Absperrungen ein. Die Stadtwerke Weinheim unterstützten den Einsatz in den Bereichen Strom und Gas, um Versorgungsleitungen zu überprüfen und mögliche Gefahren auszuschließen. Auch der kommunale Vollzugsdienst leistete Unterstützung. Die Polizei war ebenfalls mit zahlreichen Kräften vor Ort. Sie hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, übernimmt die Schadensaufnahme und sichert den Einsatzbereich. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Informationen vor.

Quelle: Presseportal

nf24