Ein 38-jähriger Renault-Fahrer flüchtete über 80 km vor der Polizei, zeigte anderen Verkehrsteilnehmern den Mittelfinger und hatte einen Atemalkoholwert von 2,5 Promille.
Horb am Neckar: Verfolgungsfahrt auf BAB 81 bei Sindelfingen

Ludwigsburg (ost)
Ein Verfolgungsjagd dauerte mehr als eine Stunde, die am Donnerstag (30.07.2026) gegen 20.30 Uhr auf der Bundesautobahn 81 bei Horb am Neckar begann.
Augenzeugen hatten über den Notruf einen Renault-Fahrer gemeldet, der auf der BAB 81 in Richtung Stuttgart durch sein rücksichtsloses Fahrverhalten auffiel. Der Fahrer überholte andere Verkehrsteilnehmer auf dem Seitenstreifen und zeigte ihnen den Stinkefinger.
Die Polizei begann die Verfolgung und versuchte den Fahrer an der Anschlussstelle Böblingen-Ost zu stoppen. Der Twingo-Fahrer ignorierte jedoch alle Anhaltesignale. Er fuhr in Schlangenlinien über alle Fahrstreifen hinweg, wobei er andere Verkehrsteilnehmer und Polizeistreifen gefährdete. Dabei zeigte er den Einsatzkräften auch den Stinkefinger durch das geöffnete Fahrerfenster.
Die Verfolgung führte in Richtung Karlsruhe, über das Autobahndreieck Leonberg in Richtung Heilbronn und schließlich auf die BAB 6 in Richtung Nürnberg.
Nach einer Gesamtstrecke von etwa 80 km stoppte der 38-jährige Renault-Fahrer schließlich und wurde vorläufig festgenommen. Ein nachfolgender Atemalkoholtest ergab eine Atemalkoholkonzentration von etwa 2,5 Promille, weshalb der Mann sich einer Blutentnahme unterziehen musste. Da der 38-Jährige sich vermutlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.
Während des Einsatzes musste die BAB 6 für etwa 15 Minuten voll gesperrt werden.
Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg sucht weitere Zeugen und mögliche Geschädigte, die sachdienliche Hinweise geben können. Diese werden gebeten, sich unter Tel. 0711 6869-0 oder per E-Mail an stuttgart-vaihingen.vpi@polizei.bwl.de bei der Verkehrspolizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 aus, was 3.38% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926, was 85.09% ausmacht. Innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








