Ein Senior wurde von einem Betrüger angerufen, der sich als Arzt ausgab und eine hohe Geldsumme für die angebliche Behandlung seines Enkelsohns verlangte.
Ingoldingen: Falscher Professor am Telefon

Ulm (ost)
Um etwa 14 Uhr klingelte das Telefon des älteren Herrn. Der Anrufer stellte sich als Arzt einer Klinik in Oberschwaben vor und täuschte dem älteren Herrn vor, dass sein Enkel im Krankenhaus liegen würde. Um die schwere Krankheit zu behandeln, sei eine Therapie in der Schweiz erforderlich. Diese würde jedoch einen niedrigen sechsstelligen Betrag kosten. Glücklicherweise vertraute sich der ältere Herr einem nahestehenden Verwandten an, sodass ein Besuch bei der Bank verhindert werden konnte. Die Frau konnte die Situation klären und erstattete Anzeige. Die Polizei Bad Schussenried hat nun die Ermittlungen aufgenommen.
Derzeit sind Telefonbetrüger wieder sehr aktiv (wie bereits berichtet). Jedes Opfer ist eines zu viel. Aus diesem Grund warnt die Polizei regelmäßig vor den Betrügern. Sie sind einfallsreich und schlüpfen in verschiedene Rollen. Betrüger rufen in der Regel ältere Menschen an und bitten sie dringend um Geld. Sie täuschen eine Notlage vor, wie eine schwere Krankheit oder finanzielle Schwierigkeiten, zum Beispiel beim Kauf einer Immobilie. Die Situation wird immer sehr dringlich dargestellt, um die Opfer unter Druck zu setzen. Sobald sie bereit sind zu zahlen, wird ein Bote geschickt, um das Geld abzuholen. Wenn die Betroffenen die geforderte Summe nicht zu Hause haben, werden sie aufgefordert, sofort zur Bank zu gehen und den Betrag abzuheben.
Die Polizei gibt folgende Empfehlungen:
Wichtige Tipps zum Schutz vor Telefonbetrügern finden Sie in der Broschüre „Vorsicht, Abzocke!“ oder im Internet unter www.polizei-beratung.de Um das Bewusstsein für das Thema Telefontrickbetrug zu schärfen, hat die Polizei gemeinsam mit der Landesprävention eine zehnteilige Clipreihe produziert, in der die verschiedenen Betrugsmaschen erläutert werden. (https://www.youtube.com/playlist?list=PLHlto8FZiDxtThWg_QGl0xlDImmVjebf8 )
++++0856984(TH)
Bernd Kurz, Tel. 0731/188-1111
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, wovon 4056 gelöst wurden. Es gab insgesamt 3146 Verdächtige, darunter 2153 Männer, 993 Frauen und 1119 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Fälle auf 13531, wobei 4420 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 3473, darunter 2380 Männer, 1093 Frauen und 1331 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Cyberkriminalitätsfälle in Deutschland registriert – insgesamt 22125.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








