Eine Seniorin fiel auf einen falschen Mitarbeiter einer Softwarefirma herein und wurde um Geld betrogen. Die Polizei warnt vor Weitergabe von sensiblen Daten und gibt Tipps für Opfer von Betrügern.
Internetbetrug in Bad Buchau

Ulm (ost)
Am Nachmittag surft die ältere Dame im Internet. Es erscheinen mehrere Warnmeldungen und plötzlich treten unerwartete Probleme auf ihrem Laptop auf. Ein Pop-up-Fenster öffnet sich und sie wird aufgefordert, den Stördienst unter einer Mobilfunknummer anzurufen. Die Seniorin wählt die Nummer. Am anderen Ende der Leitung meldet sich ein vermeintlicher Mitarbeiter eines Softwareunternehmens. Die ältere Dame vertraut dem Unbekannten und erlaubt ihm den Fernzugriff auf den Computer. Durch geschicktes Reden erhält der Betrüger Zugang zum Online-Banking-Portal der Seniorin und führt innerhalb kurzer Zeit mehrere Überweisungen auf verschiedene Konten durch. Da nur eine Überweisung im niedrigen vierstelligen Bereich erfolgreich war, bittet der Unbekannte zusätzlich um Codes von digitalen Gutscheinkarten. Diese hatte die Frau während der etwa einstündigen Aktion besorgt und dem Betrüger am Telefon übermittelt. Erst dann wird der Seniorin klar, dass sie einem Betrüger aufgesessen ist. Die Dame erstattet am Montag Anzeige bei der Polizei Bad Schussenried. Die Beamten haben nun die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei empfiehlt:
Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten.
Computer, beispielsweise durch die Installation einer „Fernwartungs-Software“. Falls Sie bereits betroffen sind:
herunterladen.
eventuell kompromittierte Passwörter.
„Fernwartungs-Programm“ auf Ihrem Computer entfernen
deren Zugangsdaten in die Hände der Täter gelangt sein könnten.
Zahlungen, die von Betrügern getätigt wurden, zurückholen können.
betrogen worden sind, können Sie den Betrug oder den Betrugsversuch auch bei Microsoft melden: www.microsoft.com/de-DE/concern/scam
++++0787402
Bernd Kurz, Telefon 0731/188-1111
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








