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Jungbusch: Rollerfahrer flüchtet vor Polizeikontrolle

Am Mittwochabend versuchte ein 17-jähriger Rollerfahrer in Mannheim vor einer Polizeikontrolle zu fliehen. Nach einem Sturz wurde er festgenommen, da er unter Drogeneinfluss stand.

Foto: Depositphotos

Mannheim (ost)

Am Abend des Mittwochs versuchte ein 17-jähriger Rollerfahrer im Stadtteil Jungbusch, einer Polizeikontrolle zu entkommen.

Ein Streifenwagen der Polizei bemerkte den 17-Jährigen kurz vor Mitternacht, als er mit einem Beifahrer auf einem Moped in der Hafenstraße unterwegs war. Er ignorierte die Anhaltesignale der Beamten, beschleunigte auf bis zu 50 km/h und flüchtete durch Jungbusch und Teile der Quadrate, indem er einige Straßen entgegen der Fahrtrichtung befuhr. Im Quadrat F 3 verlor er die Kontrolle über sein Moped und stürzte. Danach setzte er seine Flucht zu Fuß fort, wurde aber nach kurzer Verfolgung zu Fuß eingeholt und festgenommen. Auch sein Beifahrer konnte gestoppt werden. Beide blieben unverletzt.

Während seiner Flucht gefährdete der Fahrer des Rollers mehrere andere Verkehrsteilnehmer.

Bei der Kontrolle des Rollerfahrers bemerkten die Beamten klare Anzeichen von vorherigem Drogenkonsum. Ein Drogentest bestätigte dies und reagierte positiv auf Cannabis. Es wurde eine Blutprobe entnommen. Sein Führerschein konnte nicht einbehalten werden, da er, wie weitere Untersuchungen ergaben, gar keinen besaß.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder freigelassen.

Das Polizeirevier Mannheim-Innenstadt ermittelt nun wegen Drogenkonsums im Straßenverkehr, Teilnahme an einem illegalen Autorennen, Fahrens ohne Führerschein und dem Verdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs.

Weitere Betroffene, die durch das Verhalten des 17-Jährigen gefährdet oder beeinträchtigt wurden, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Mannheim-Innenstadt unter Tel.: 0621/1258-0 zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 32420 auf 30714 zurück. Dabei waren 28389 männliche und 4031 weibliche Verdächtige sowie 10727 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022 registriert, während es im Jahr 2023 26963 männliche, 3751 weibliche und 11419 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten Drogenfälle in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

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