Ein 19-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen und in Untersuchungshaft genommen, nachdem er einen Stein auf eine Person geworfen hatte und diese lebensgefährlich verletzt wurde.
Karlsruhe: Haftbefehl nach versuchtem Mord in Pforzheim

Pforzheim (ost)
Am 26.01.2026 wurde berichtet (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/137462/6203956), dass es am 24.01.2026 in der Pforzheimer Innenstadt zu einer physischen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von Personen kam. Es wurde nun bekannt, dass eine Person bei einem Angriff mit einem Stein lebensgefährlich verletzt wurde.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten zur Identifizierung von vier Verdächtigen im Alter von 18 bis 20 Jahren. Am 12.02.2026 wurden fünf Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Der Hauptverdächtige, 19 Jahre alt, konnte während der Durchsuchungen nicht gefunden werden, stellte sich jedoch kurz darauf auf einer Polizeiwache.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim erließ der Haftrichter des Amtsgerichts Pforzheim einen Haftbefehl gegen den Hauptverdächtigen wegen versuchten Mordes und Wiederholungsgefahr, der am Donnerstagnachmittag vollstreckt wurde. Der 19-jährige Verdächtige mit deutscher Staatsbürgerschaft befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariats Pforzheim, insbesondere zu den Hintergründen der Tat, sind noch im Gange.
Christian Schwab, Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim
Melanie Konrad, Polizeipräsidium Pforzheim, Pressestelle
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, wovon 304 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 381, wobei 345 männliche und 36 weibliche Verdächtige waren. 165 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle auf 338, von denen 312 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 402, darunter 363 Männer, 39 Frauen und 211 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








