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Karlsruhe: Internetbetrug vermeiden

Kriminelle nutzen die Vorfreude auf Urlaub aus und bieten gefälschte Unterkünfte an. Tipps zur sicheren Buchung im Internet.

Foto: unsplash

Karlsruhe (ost)

Die Vorfreude auf Sonne, Wärme und Meer steigt bei vielen Menschen mit Blick auf die bevorstehende Urlaubssaison. Das Interesse an Pauschalreisen, Cluburlauben oder Ferienhäusern ist entsprechend groß. Reiseveranstalter locken mit Frühbucherrabatten, während Reiseportale und Preisvergleichsseiten eine Vielzahl von Angeboten bieten. Die Preise ändern sich oft schnell und attraktive Unterkünfte sind schnell ausgebucht. Der entstehende Zeitdruck kann zu überhasteten Buchungen führen. Es ist jedoch nicht immer einfach zu erkennen, ob ein Angebot seriös ist.

Kriminelle nutzen diese Situation gezielt aus, indem sie häufig Ferienimmobilien in beliebten Urlaubsorten inserieren, die in Wirklichkeit nicht existieren. Nach der Buchung verlangen sie die vollständige Zahlung im Voraus. Bei der Ankunft stehen die Geschädigten vor verschlossenen Türen – ohne Unterkunft und ohne Ansprechpartner. Das überwiesene Geld ist in vielen Fällen verloren.

Um sich vor Betrug zu schützen, sollten Sie bei der Online-Buchung folgende Hinweise beachten:

Verdächtig niedriger Preis:

Wenn der Preis deutlich unter dem üblichen Niveau vergleichbarer Unterkünfte liegt, sollten Sie vorsichtig sein. Vergleichen Sie Angebote am gleichen Ort und im selben Zeitraum.

Fehlendes oder widersprüchliches Impressum:

Wenn Angaben zum Firmensitz, zur Steuernummer oder zur verantwortlichen Person fehlen, sollten Sie von einer Buchung Abstand nehmen. Überprüfen Sie die angegebenen Daten über eine Suchmaschine, da Impressumsangaben auch gefälscht sein können.

Manipulierte Bilder:

Es ist möglich, dass Fotos der Unterkunft oder der Umgebung kopiert oder mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Eine umgekehrte Bildersuche kann Hinweise auf Mehrfachverwendungen liefern.

Erreichbarkeit überprüfen:

Wenn die Kommunikation nur über E-Mail oder Messenger erfolgt und keine gültige Telefonnummer angegeben ist, spricht dies gegen die Seriosität.

Sichere Zahlungsmethoden wählen:

Wenn der Anbieter ausschließlich auf Vorkasse per Überweisung oder Bargeldtransferdienste besteht, sollten Sie vorsichtig sein. Nutzen Sie sichere Zahlungsmethoden wie Lastschrift oder Kreditkarte, die im Ernstfall Rückbuchungen ermöglichen.

Verschlüsselte Verbindung verwenden:

Geben Sie persönliche Daten nur über eine sichere Internetverbindung (https in der Adressleiste) ein.

Umgang mit Ausweiskopien:

Überprüfen Sie sorgfältig, ob die Übermittlung von Ausweiskopien oder sensiblen Bankdaten wirklich notwendig ist. Kriminelle nutzen diese Daten oft für weitere Straftaten unter Ihrem Namen.

Wer einen Betrug vermutet oder bereits Opfer wurde, sollte den Betreiber des Buchungsportals umgehend informieren, die Bank oder den Zahlungsdienstleister für eine mögliche Rückbuchung kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Weitere Informationen zum Thema Internetbetrug finden Sie online unter www.polizei-beratung.de.

Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Karlsruhe unter der Telefonnummer 0721 666-1201 zur Verfügung.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.144 13.531
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.056 4.420
Anzahl der Verdächtigen 3.146 3.473
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.153 2.380
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 993 1.093
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.119 1.331

Quelle: Bundeskriminalamt

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