Mit dem Beginn der Motorradsaison steigt das Unfallrisiko. Im Jahr 2025 gab es 456 Verkehrsunfälle mit Zweirädern im Stadt- und Landkreis Karlsruhe.
Karlsruhe: Motorradsaison gestartet, Polizei gibt Sicherheitstipps

Karlsruhe (ost)
Wenn die ersten warmen Tage kommen, startet für viele Motorradfahrer die neue Saison. Das Gefühl von Freiheit, die direkte Verbindung zur Straße und das besondere Fahrerlebnis sind für viele der Reiz des Motorradfahrens. Gleichzeitig steigt mit dem Beginn der Saison auch das Unfallrisiko.
Die polizeiliche Bilanz für das Jahr 2025 zeigt, dass es im Stadt- und Landkreis Karlsruhe 456 Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern gab. Dies bedeutet einen Anstieg um 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In 254 Fällen waren die Motorradfahrer selbst die Unfallverursacher. Die Anzahl der Unfälle mit Verletzten stieg von 333 im Jahr 2024 auf 369. Insgesamt gab es 300 Leichtverletzte und 74 Schwerverletzte. Vier Menschen kamen bei Unfällen ums Leben.
Die Zahlen zeigen, dass weiterhin Maßnahmen zur Verhütung von Verkehrsunfällen erforderlich sind. Die Polizei Karlsruhe wird daher weiterhin gezielte Motorradaktionen im Präsidiumsbereich durchführen. Im Aktionsmonat Mai wird das Präventionsreferat die Aufklärungsarbeit verstärken und verstärkt das Gespräch mit Motorradfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern suchen.
Tipps und Ratschläge für Motorradfahrer
Zum Start der Saison im März sollten Motorradfahrer bedenken, dass nicht nur die Maschinen eine mehrmonatige Winterpause hinter sich haben, sondern auch die eigene Fahrpraxis wieder aufgebaut werden muss.
Technische Überprüfung:
Überprüfen Sie den technischen Zustand Ihres Motorrads sorgfältig oder lassen Sie eine professionelle Inspektion durchführen.
Überprüfung der Schutzausrüstung:
Entspricht der Helm den aktuellen ECE-Normen? Ein Helm sollte nach etwa fünf Jahren regelmäßiger Nutzung oder bei Beschädigungen ersetzt werden. Motorradbekleidung, Stiefel und Handschuhe sind Standardausrüstung.
Erhöhung der Sichtbarkeit:
Motorräder sind nach der Winterpause für andere Verkehrsteilnehmer wieder ungewohnt auf den Straßen. Fahren Sie mit eingeschaltetem Licht und tragen Sie auffällige Schutzkleidung.
Auffrischung der Fahrpraxis:
Beginnen Sie langsam. Fahren Sie aufmerksam, vorausschauend und achten Sie auf Ihre Geschwindigkeit. Ein Fahrsicherheitstraining kann helfen, Ihre Routine und Ihr Fahrgefühl zu verbessern.
Defensives Fahren:
Vermeiden Sie tote Winkel und seien Sie darauf vorbereitet, von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden. Verantwortung steht an erster Stelle. Seien Sie entspannt und aufmerksam unterwegs. Denken Sie voraus. Fahren Sie jede Strecke so, als ob sie neu wäre. Auch Ihre vertraute Strecke.
Gegenseitige Rücksichtnahme
Auch für andere Verkehrsteilnehmer sind Motorräder nach der Winterpause wieder ungewohnt auf den Straßen. Die Geschwindigkeit von Motorrädern wird oft unterschätzt. Aufgrund ihrer schmalen Silhouette sind sie schwerer zu erkennen. Erhöhte Aufmerksamkeit und ein vorausschauender Fahrstil tragen zur Verkehrssicherheit bei.
Weitere Informationen für einen sicheren Start in die Saison finden Sie unter www.gib-acht-im-verkehr.de. Hinweise zum Diebstahlschutz finden Sie auf der Website www.polizei-beratung.de.
Bei Fragen stehen die Mitarbeiter des Präventionsreferats beim Polizeipräsidium Karlsruhe unter der Telefonnummer 0721 666-1201 zur Verfügung.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 306644 Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 Fälle, was 85.09% entspricht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 13562 Fälle (4.42%) und auf Autobahnen gab es 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








