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Karlsruhe: Trickbetrug in Untersuchungshaft

Drei rumänische Staatsangehörige nach „Stranded Traveller Scam“ festgenommen. Ermittlungen dauern an.

Foto: Depositphotos

Karlsruhe (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe:

Am Montag (20. April) und Dienstag (21. April) wurden Haftbefehle gegen drei rumänische Staatsbürger im Alter von 19, 24 und 29 Jahren wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe vom Amtsgericht Karlsruhe erlassen.

Der Hintergrund ist die Anzeige eines 18-jährigen Opfers, das am Sonntagmittag (19. April) am Hauptbahnhof Karlsruhe Opfer des Betrugs „Stranded Traveller Scam“ wurde. Der 19-jährige Verdächtige sprach die Geschädigte in englischer Sprache an und bat sie um Bargeld für ein angebliches Reiseticket. Mit seinem Smartphone täuschte er eine Echtzeitüberweisung an die Geschädigte vor, die daraufhin einen dreistelligen Geldbetrag übergab.

Durch die Auswertung von Videoaufnahmen konnten die Beamten der Bundespolizei den 19-jährigen rumänischen Staatsbürger noch am Bahnhof festnehmen. Laut den bisherigen Ermittlungen soll der Verdächtige mit zwei weiteren Personen gehandelt haben. Der zweite Verdächtige, ein 29-jähriger rumänischer Staatsbürger, wurde ebenfalls von Bundespolizisten am Hauptbahnhof erkannt und vorläufig festgenommen. Der dritte Verdächtige war zunächst nicht auffindbar.

Während der Haftvorführung der beiden festgenommenen Verdächtigen am folgenden Montag (20. April) erkannten Bundespolizisten den flüchtigen dritten Verdächtigen vor dem Amtsgericht Karlsruhe. Nach einer kurzen Verfolgung konnten sie auch diesen Verdächtigen vorläufig festnehmen.

Die Verdächtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe dauern an. Weitere Opfer werden gebeten, sich mit der Bundespolizei in Verbindung zu setzen.

Hinweis:

Beim „Stranded-Traveller-Scam“ handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der die Täter oft in englischer Sprache eine hilflose Situation vortäuschen und andere Reisende um Bargeld bitten. Sie versprechen, das Geld sofort und in Echtzeit zurückzuzahlen. Die Rückzahlung des erhaltenen Geldes bleibt jedoch aus.

Pressekontakt:

Staatsanwaltschaft Karlsruhe Pressestelle Erster Staatsanwalt Graulich pressestelle@stakarlsruhe.justiz.bwl.de Telefon: 0721 72661-140

Bundespolizeiinspektion Karlsruhe

Pressestelle Julia Busse E-Mail: pressestelle.karlsruhe@polizei.bund.de Telefon: 0721 12016-103

Quelle: Presseportal

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