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Kirchheim (Neckar): Holzpfosten auf Gleise geworfen

Jugendliche werfen Holzpfosten auf Bahnstrecke in Kirchheim (Neckar) und gefährden Zugverkehr. Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichem Eingriff.

Foto: unsplash

Kirchheim (Neckar) (ost)

Drei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren haben am Sonntagabend (17.05.2026) mehrere Holzpfosten auf die Bahnstrecke bei Kirchheim (Neckar) geworfen.

Nach aktuellen Untersuchungen befanden sich die Jugendlichen mit deutscher, albanischer und rumänischer Staatsangehörigkeit gegen 19:35 Uhr im Bereich der Weinberge auf einem Tunnel oberhalb der Bahnstrecke, als sie die Pfosten vermutlich in den Gleisbereich warfen. Danach sollen die 14- und 15-Jährigen auf die Gleise gegangen sein und die hölzernen Pfosten entfernt haben, bevor sie laut aktuellen Informationen in den Tunnel liefen. Alarmierte Beamte der Landespolizei kontrollierten die Verdächtigen nach einem kurzen Fluchtversuch und übergaben sie dann an die Erziehungsberechtigten. Die Gleise mussten aufgrund des Vorfalls für über eine Stunde gesperrt werden.

Die zuständige Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang: Hindernisse auf den Gleisen können zu Entgleisungen führen. Die Täter setzen sich durch herumfliegende Gegenstände nicht nur selbst massiven Gefahren aus, sondern gefährden auch Zugpassagiere und wartende Reisende. Aufenthalte im Gleisbereich sind lebensgefährlich. Züge nähern sich fast lautlos und können aufgrund von Windrichtungen oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofortigen Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Stehen (Der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter). Bahngleise dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen, wie Über- oder Unterführungen, überquert werden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon entfielen 33630 Unfälle auf Personenschäden, was 10.97% ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926, was 85.09% entspricht. In der Ortslage wurden 25663 Unfälle innerorts (8.37%), 13562 außerorts (4.42%) und 3369 auf Autobahnen (1.1%) verzeichnet. Die Anzahl der Getöteten lag bei 369, die Schwerverletzten bei 6139 und die Leichtverletzten bei 36086.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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