Ein 87-jähriger Mann wurde von einem unbekannten falschen Handwerker bestohlen, der sich Zugang zu seinem Haus verschaffte und eine beträchtliche Anzahlung für angeblich notwendige Reparaturen verlangte. Die Polizei warnt vor dieser Betrugs- und Diebesmasche und gibt Tipps zur Vermeidung.
KN-Wollmatingen: Falscher Handwerker bestiehlt Senior

KN-Wollmatingen (ost)
Nach einem Zwischenfall am Dienstag warnt die Polizei erneut vor betrügerischen Handwerkern. Ein Unbekannter sprach einen 87-Jährigen auf der Stettiner Straße an und behauptete, dass er die Dächer der Reihenhäuser überprüfen müsse. Auf diese Weise gelangte er ins Haus des Mannes. Dort entfernte der falsche Handwerker einige Dachziegel und gab dann vor, dass eine Renovierung erforderlich sei. Dafür müsse eine Anzahlung in Höhe von mehreren hundert Euro geleistet werden, die der 87-Jährige bereitwillig zahlte. Nachdem der Fremde das Haus verlassen hatte, bemerkte der Senior, dass sein Geldbeutel fehlte. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut eindringlich davor, unbekannte Personen in die Wohnung zu lassen und empfiehlt besondere Vorsicht bei Handwerkern, die unerwartet vor der Tür erscheinen und Arbeiten oder Dienstleistungen anbieten – sollten Sie sich bedrängt fühlen, zögern Sie nicht, laut um Hilfe zu rufen, um die Nachbarn auf die Situation aufmerksam zu machen.
Verlangen Sie einen Dienstausweis oder Mitarbeiterausweis – schließen Sie dann die Tür und klären Sie telefonisch mit dem vermeintlichen Unternehmen ab – suchen Sie die Telefonnummer selbst heraus – lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!
Konsultieren Sie zunächst eine vertrauenswürdige Person!
Lassen Sie niemals unbekannte Personen unbeaufsichtigt in Ihren Wohnräumen, holen Sie gegebenenfalls jemanden aus der Nachbarschaft hinzu, bevor Sie Fremde hereinlassen.
Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld für diese Betrugs- und Diebstahlsmasche!
Hilfreiche Tipps zum Schutz vor unseriösen Handwerkern erhalten Sie bei den Präventionsstellen der örtlichen Polizei und im Internet unter www.polizei-beratung.de.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu hatte die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








