Ein Zeugenhinweis führte zur Identifizierung eines 21-jährigen Tatverdächtigen. Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
Lahr/Schwarzwald: Antisemitischer Vorfall in Lahr

Lahr (ost)
Nach einem Vorfall mit möglicherweise antisemitischem Hintergrund am 28. April 2026 führte ein Hinweis von Zeugen und die anschließenden Untersuchungen zur Identifizierung eines Verdächtigen. Durch einen öffentlichen Aufruf in den Medien wurde ein Zeuge auf die fortlaufende Suche nach dem bisher unbekannten Täter aufmerksam gemacht. Da der Zeuge den Mann nach dem Vorfall wiedererkannte, als er auf der Straße fuhr, konnte er das Kennzeichen des benutzten E-Scooters notieren und den Ermittlern übermitteln. Im Zuge der Ermittlungen konnte ein 21-jähriger Verdächtiger ermittelt werden. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
/rs
Erstmeldung vom Donnerstag, 7. Mai 2026, 8:06 Uhr
Lahr – Beschimpfungen und Sachbeschädigung / Zeugen werden gesucht
Es soll am Dienstagnachmittag (28.04.2026) in der Lotzbergstraße zu einem Vorfall mit antisemitischem Hintergrund gekommen sein. Während eine Schulklasse zwischen 14 Uhr und 15 Uhr die Stolpersteine an verschiedenen Orten in Lahr reinigte und Rosen niederlegte, soll ein vorbeifahrender E-Scooter-Fahrer die anwesenden Schüler und die begleitende Lehrerin mit antisemitischen Äußerungen beleidigt haben. Der Rollerfahrer wird als etwa 20 Jahre alt beschrieben, er soll etwa 180 cm groß gewesen sein, gebrochenes Deutsch gesprochen haben, dunkelbraune oder schwarze Haare, einen dunklen Hautton und einen Bart gehabt haben. Er trug eine schwarze Jogginghose und eine rot-schwarze Mütze. Als die Schulklasse die Lotzbergstraße für etwa eine Stunde verließ, fanden sie bei ihrer Rückkehr die zuvor abgelegten Blumen zerrupft im Straßengraben. Personen, die Hinweise zum Rollerfahrer, der Sachbeschädigung oder den antisemitischen Beleidigungen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0781 / 21 – 2820 bei der Kriminalpolizei zu melden. /vo
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023. Davon waren 345 männlich, 36 weiblich und 165 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








