Kriminelle entlarvt, betrügerische Internetseiten abgeschaltet. Opfer verlorenes Geld zurückzuholen, hohe Anzahlung gefordert.
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Angebliche Online-Betrugshelfer entlarvt

Freiburg (ost)
Sie nennen sich “Betrugsexperten”, bieten “Onlinebetrugshilfe” an oder geben sich als Rechtsanwaltskanzlei für “Betrugs-Recht” aus.
Mit professionell gestalteten Internetseiten richten sich die Täter gezielt an Menschen, die bereits Opfer eines Onlinebetrugs geworden sind. Sie versprechen, verloren geglaubtes Geld zurückzuholen und verlangen dafür eine hohe Anzahlung.
Zu den versprochenen Rückzahlungen kommt es jedoch nie. International wird diese Betrugsmasche als “Recovery Scam” bezeichnet. Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Anzeige einer Geschädigten aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Die Staatsanwaltschaft Freiburg und die Kriminalpolizei Freiburg nahmen die Ermittlungen auf. In enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg konnten rund 50 ähnlich aufgebaute betrügerische Internetseiten identifiziert werden. Viele der Seiten verfügten über besonders vertrauenswürdig wirkende .de-Domains und vermittelten den Eindruck seriöser Beratungs- oder Rechtsdienstleistungen.
Im Zuge der Ermittlungen gelang es, die betrügerischen Webseiten bei einem ausländischen Anbieter abschalten zu lassen. Darüber hinaus wurden zahlreiche deutsche Festnetzrufnummern deaktiviert, über die die Täter ihre vermeintlichen Dienstleistungen angeboten hatten.
Wer bereits Opfer eines Onlinebetrugs geworden ist, hofft oft auf schnelle Hilfe. Genau diese Hoffnung machen sich Kriminelle zunutze. Mit vermeintlichen Hilfsangeboten versuchen sie, Geschädigte ein zweites Mal um ihr Geld zu bringen.
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt deshalb eindringlich vor sogenannten Online-Betrugshelfern und gibt folgende Verhaltenstipps:
So schützen Sie sich
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bittet mögliche weitere Geschädigte, sich bei ihrer örtlich zuständigen Polizeidienststelle zu melden und Strafanzeige zu erstatten.
Weitere Informationen zum Schutz vor Onlinebetrug und Cybercrime erhalten Sie auf den Internetseite www.polizei-beratung.de.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








