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Landkreis Ludwigsburg: Betrugsmaschen in Ludwigsburg

Betrüger nutzen verschiedene Methoden, um arglose Opfer um ihr Vermögen zu bringen. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg warnt vor aktuellen Betrugsarten mit hohen Sachschäden.

Foto: unsplash

Ludwigsburg (ost)

Sogar während der Sommer- und Urlaubszeit machen Betrüger nicht Halt und versuchen auf verschiedene Weise, arglose Opfer um ihr Geld zu bringen. Schon seit Jahren sind Betrugsmaschen mit falschen Polizisten oder angeblichen Staatsanwälten bekannt. Auch sogenannte Schockanrufe wegen angeblicher schwerer Verkehrsunfälle oder medizinischer Notfälle von Angehörigen sind nicht neu, führen aber dennoch dazu, dass die Angerufenen den Betrug nicht erkennen und teilweise hohe Geldbeträge an die Betrüger verlieren.

Aktuell möchte das Polizeipräsidium Ludwigsburg drei weitere Betrugsarten vorstellen, die teilweise zu hohen Sachschäden geführt haben.

Beispielsweise verlor ein 86-Jähriger aus dem Landkreis Ludwigsburg eine fünfstellige Summe bei einem Anlagebetrug. Der Senior war auf eine Anzeige im Internet gestoßen, über die ein angebliches Unternehmen aus der Schweiz hohe Gewinne durch Investitionen in Edelmetalle und Rohstoffe versprach. Der 86-Jährige eröffnete ein Konto, zahlte Geld ein und schloss auf Drängen des vermeintlichen Anlageberaters noch eine Versicherung über die Gewinne seines Investments ab. Als er weitere Zahlungen leisten sollte, wurde der Senior zwar misstrauisch, hatte aber bereits sein investiertes Kapital verloren.

Ebenfalls aus dem Landkreis Ludwigsburg stammt eine 68-Jährige, die einem sogenannten Love-Scamming aufsaß, also einem Betrug mit vorgetäuschter Liebe. Die 68-Jährige hatte im Internet vermeintlich einen Mann kennengelernt und sich in ihn verliebt. Tatsächlich handelte es sich aber um Betrüger, die es auf das Geld ihres Opfers abgesehen hatten. Über einen längeren Zeitraum hinweg schafften es die Täter, die Frau zur Zahlung hoher Geldbeträge zu bringen, indem sie Notlagen, Unfälle oder finanzielle Engpässe vortäuschten. Ein hoher fünfstelliger Betrag wechselte auf diese Art und Weise den Besitzer. Lediglich dem umsichtigen Handeln einer Bankmitarbeiterin ist es zu verdanken, dass die 68-Jährige nicht noch mehr Geld verlor. Die Bankmitarbeiterin hatte aufgrund der vielen Überweisungen auf ausländische Konten Verdacht geschöpft und im Endeffekt die Polizei hinzugezogen, so dass der Betrug auffiel und das Opfer vor weiteren finanziellen Schäden bewahrt werden konnte.

Auf Nutzer von Kryptowährungen haben es Betrüger aktuell mit einer ganz besonderen Masche abgesehen. So werden per Post gefälschte, aber täuschend echt aussehende Briefe eines französischen Technologieunternehmens versandt, welches sogenannte Hardwarewallets für digitale Währungen anbietet. In dem Schreiben werden die Kunden des Unternehmens aufgefordert, ihre Hardwarewallets speziell abzusichern. Hierzu soll ein QR-Code in dem Schreiben gescannt werden, der auf eine ebenfalls äußerst professionell erstellte Fake-Website führt. Dort wiederum sollen die Kunden zur Aktualisierung der Sicherheitsvorkehrungen ihre sogenannte Seedphrase eingeben. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Art Passwort, über das die Betrüger Zugriff auf die jeweiligen Hardwarewallets erhalten und die darin befindlichen Kryptowerte beliebig weitertransferieren können. Bislang ist zu dieser Betrugsmasche lediglich ein Fall aus dem Landkreis Böblingen bekannt. Durch die täuschend echt aussehenden Briefe und Internetseiten ist aber nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Schadensfällen kommen könnte.

Weitere Informationen und Präventionstipps zum Thema Love-Scamming (https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/), zum Thema Kredit- und Anlagebetrug (https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/) oder sonstigen Betrugsmaschen sind im Internet auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter www.polizei-beratung.de erhältlich (Direktlink zu Betrugsmaschen: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/).

Quelle: Presseportal

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