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Lörrach. Weil am Rhein: Schweizer Geschäftsführer schmuggelt eigene Produkte in die EU

Ein Schweizer Geschäftsführer versuchte, Waren im Wert von über 60.000 Euro aus der Schweiz über Frankreich nach Deutschland zu bringen, ohne sie anzumelden. Ein Steuerstrafverfahren wurde eingeleitet.

Foto: unsplash

Lörrach.Weil am Rhein (ost)

Über 60.000 Euro Warenwert

An einer Kontrollstelle, die Ende August bei Weil am Rhein an der Auffahrt zur A 5 eingerichtet wurde, stoppten Zollbeamte des Hauptzollamts Lörrach ein Auto mit Schweizer Kennzeichen. Auf die Frage nach mitzuführenden Waren gab der Fahrer an, nichts dabei zu haben. Er sei gerade aus Binzen gekommen und auf dem Weg nach Freiburg. Doch beim Blick in den Kofferraum fanden die Beamten mehrere Teile von Rohrleitungssystemen, alle mit dem Logo eines Schweizer Herstellers. Der Fahrer behauptete, er habe die Teile in Binzen geladen. Allerdings erzählte der Lieferschein, den sie im Auto fanden, eine andere Geschichte: Die Waren wurden von einem Schweizer Unternehmen, dessen Geschäftsführer der Fahrer war, an ein niederländisches Unternehmen verkauft. Nachdem er mit dieser Information konfrontiert wurde, gab der Fahrer schließlich zu, aus der Schweiz über Frankreich nach Deutschland eingereist zu sein. Er schätzte den Wert der Waren auf etwa 60.000 Euro. Aufgrund des Verdachts auf einen Verstoß gegen zollrechtliche Vorschriften – der Fahrer hätte die Waren bei der Einreise nach Deutschland oder in die Europäische Union anmelden müssen – leiteten die Zollbeamten ein Steuerstrafverfahren gegen ihn ein. Da seine Angaben zum Wert der Waren angezweifelt wurden, wurden die mutmaßlich geschmuggelten Waren beschlagnahmt. Der Fahrer durfte seine Fahrt, vermutlich zurück in die Schweiz, fortsetzen. Er muss nun den Ausgang des Steuerstrafverfahrens abwarten.

Quelle: Presseportal

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