Ein weiterer Fall von Love Scamming wurde dem Polizeirevier Freudenstadt gemeldet. Eine Frau leistete finanzielle Zuwendungen und übersandte intime Bildaufnahmen an einen unbekannten Mann, der sie daraufhin erpresste.
Love Scamming in Freudenstadt

Freudenstadt (ost)
Ein weiterer Vorfall von sogenanntem Love Scamming wurde dem Polizeirevier Freudenstadt gemeldet. Eine Frau aus dem Stadtgebiet lernte Ende des vergangenen Jahres über das Internet einen bislang unbekannten Mann kennen und hielt daraufhin über mehrere Wochen Kontakt zu ihm.
Während des Austauschs forderte der Mann mehrmals finanzielle Unterstützung, die das Opfer in Form von Geschenkkarten und anderen Zahlungen leistete. Zusätzlich zwang der Täter die Frau, intime Fotos an ihn zu senden. Ende Januar kam es schließlich zu einer Erpressung, bei der der unbekannte Täter drohte, die übermittelten Bilder und persönlichen Daten des Opfers zu veröffentlichen, falls keine weiteren Zahlungen erfolgen würden.
Die genaue Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt und wird derzeit von den laufenden Ermittlungen untersucht. Das Polizeirevier Freudenstadt hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei gibt erneut den Rat:
Seien Sie skeptisch bei schnellen Liebesbekundungen im Internet. Überweisen Sie kein Geld und geben Sie keine Geschenkkarten oder Codes an Online-Bekanntschaften weiter. Verschicken Sie keine intimen Bilder oder persönliche Daten an unbekannte Personen. Seien Sie vorsichtig und misstrauisch bei ständig wechselnden Nummern. Erstatten Sie frühzeitig Anzeige und kontaktieren Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
Carmela Rinaldo, Pressestelle
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 signifikant an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








