Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Mannheim/Heidelberg: Anlagebetrüger ergaunern hohen Geldbetrag

Das Fachdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg warnt vor Anlagenbetrug, bei dem zwei Männer einen sechsstelligen und einen fünfstelligen Vermögensschaden erlitten haben.

Foto: unsplash

Mannheim/Heidelberg (ost)

Die Abteilung für Wirtschaftskriminalität der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg verzeichnet seit einiger Zeit eine auffällig hohe Anzahl von Fällen von Anlagebetrug.

Derzeit wird insbesondere in zwei Fällen von Anlagebetrug ermittelt, bei denen zwei Männer durch die Betrugsmasche einen erheblichen finanziellen Schaden erlitten.

Ein 75-jähriger Mann stieß zunächst über eine Internetplattform auf ein Video, in dem eine vermeintlich berühmte Person für Internetseiten zum Thema private Geldanlagen warb. Der Mann registrierte sich und überwies über einen längeren Zeitraum hinweg mehrere Geldbeträge auf verschiedene deutsche Konten. Als er den Betrug bemerkte, hatte er bereits einen sechsstelligen finanziellen Schaden erlitten.

Auch ein 82-jähriger Mann fiel solchen skrupellosen Betrügern zum Opfer. Nach einem telefonischen Beratungsgespräch mit einem angeblichen Mitarbeiter eines Unternehmens überwies er einen fünfstelligen Betrag auf ein französisches Bankkonto für eine Festgeldanlage. Als der ältere Herr den Betrug bemerkte, war es bereits zu spät.

Vorsicht:

Skurrile Betrüger nutzen das Interesse der Bevölkerung an Geldanlagen aus, um mit unehrlichen Versprechen an das Vermögen potenzieller Anleger zu gelangen. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt oft unaufgefordert per Telefon, Social-Media-Plattformen, Online-Dating-Websites oder nachdem das spätere Opfer im Internet auf Werbung für vermeintlich interessante Anlagemöglichkeiten gestoßen ist. Es werden Anlageformen mit unrealistisch hohen Renditemöglichkeiten versprochen. Fakt ist: Das Geld wird nicht angelegt, sondern landet direkt in den Taschen der Betrüger.

Betrügerische Angriffe können erfolgen, wenn:

-Sie über Instagram, WhatsApp, Telegram oder andere Messengerdienste kontaktiert werden.

-Sie aufgefordert werden, hohe Geldbeträge auf in- oder ausländische Konten oder auf Plattformen für Kryptowährungen zu überweisen.

Die Polizei empfiehlt:

-Seien Sie skeptisch bei Versprechen hoher Renditen bei geringem Risiko.

-Informieren Sie sich ausführlich über die Trading-Plattform, bevor Sie sich registrieren oder Geld überweisen.

-Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um das Angebot sorgfältig zu prüfen und zu bewerten.

-Geben Sie keine vertraulichen Daten wie Zugangsdaten für Online-Banking oder Depot preis. Übermitteln Sie keine Kopien Ihrer Ausweisdokumente oder Zahlungskarten.

-Erlauben Sie niemandem einen Remote-Zugriff auf Ihren Computer oder Ihr Smartphone.

-Nutzen Sie den Service der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg oder einer unabhängigen Finanzberatung und lassen Sie Angebote überprüfen.

-Wenden Sie sich im Falle eines Betrugs an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Wie Sie sich vor dieser und anderen Betrugsmaschen schützen können, erfahren Sie auch hier:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/.

Quelle: Presseportal

nf24