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Mannheim: Hohe Beanstandungsquote bei Gefahrgutkontrolle

Nur jeder vierte Gefahrguttransport war vorschriftsgemäß unterwegs. Gefahrguttransporte stellen ein besonderes Risiko dar und erfordern spezielle Anforderungen an Fahrpersonal und Sicherungsmittel.

Foto: Unsplash

Rhein-Neckar-Kreis (ost)

Die Tank- und Rastanlage Kraichgau Süd wurde von mehr als 40 Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Mannheim gezielt kontrolliert, um Gefahrgut- und Abfalltransporte zu überprüfen. Lediglich jeder vierte Transport entsprach den Vorschriften.

Im Falle eines Unfalls stellen Gefahrguttransporte ein erhöhtes Risiko für andere Verkehrsteilnehmer und die Umwelt dar. Unsachgemäß gesicherte Stoffe können Brand- oder Explosionsgefahren darstellen oder bei einem Austritt beispielsweise das Grundwasser verunreinigen. Daher gibt es spezielle Anforderungen an das Fahrpersonal, die Sicherheitsausrüstung und die Kennzeichnung der Fahrzeuge.

Während der Kontrolle am Dienstag wurden zwischen 08:00 Uhr und 15:00 Uhr insgesamt 37 Fahrzeugkombinationen überprüft. In 27 Fällen wurden Verstöße festgestellt, was einer Beanstandungsquote von 73 % entspricht. 14 Mal war die Ladung unzureichend gesichert, und bei vielen Fahrern wurden Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeitvorschriften festgestellt. 12 Transporte mussten aufgrund von Mängeln vorübergehend stehen bleiben, wobei in einem Fall die Mängel so schwerwiegend waren, dass der Anhänger verkehrsuntauglich war. Das Gespann wurde unter Polizeibegleitung in eine Fachwerkstatt gebracht, und die Kosten für die polizeiliche Begleitung werden in Rechnung gestellt. Im Falle einer gezielten technischen Manipulation im Abgassystem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 5.000 EUR erhoben.

Das Polizeipräsidium Mannheim arbeitete bei der Kontrolle eng mit anderen Behörden wie dem Bundesamt für Logistik und Mobilität zusammen. Die hohe Beanstandungsquote zeigt den Wert der durchgeführten Maßnahmen, die auch zukünftig regelmäßig wiederholt werden sollen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306.644 Unfälle. Davon endeten 33.630 Unfälle mit Personenschaden, was 10,97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10.355 Fälle aus, was 3,38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.733 Fällen registriert, was 0,57% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260.926 Fälle, was 85,09% entspricht. Innerorts gab es 25.663 Unfälle (8,37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.562 (4,42%) und auf Autobahnen 3.369 Unfälle (1,1%). Insgesamt gab es 369 Tote, 6.139 Schwerverletzte und 36.086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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