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Mannheim: Polizeieinsatz in Weinheim-Sulzbach

Eine Frau bat um Hilfe, als ihr Ehemann die Polizei mit einem Spaten bedrohte. Trotz Pfefferspray griff er an, woraufhin ein Beamter Schusswaffen einsetzte.

Foto: Depositphotos

Weinheim/RNK (ost)

Am späten Abend des gestrigen 6. August rief eine 39-jährige Frau die Polizei um Hilfe zu bitten, da sie von ihrem Ehemann bedroht worden sei.

Nachdem sie in Weinheim-Sulzbach angekommen waren, betraten die Beamten das Gebäude und sprachen mit der Frau, um den Vorfall zu klären. Während des Gesprächs kam der Mann hinzu, der sich kurz zuvor in einen anderen Teil des Hauses zurückgezogen hatte. Der 41-jährige serbische Staatsangehörige soll einen Spaten in der Hand gehabt haben und die Einsatzkräfte bedroht haben. Die Beamten sollen gemeinsam mit der Frau unter ständiger Bedrohung des Mannes aus dem Haus auf die Straße zurückgewichen sein.

Aller Versuche, den Mann dazu zu bewegen, den Spaten wegzulegen, sollen gescheitert sein. Selbst der Einsatz von Pfefferspray soll keine Wirkung gezeigt haben. Als er auf die Beamten zugegangen sein soll, soll einer der Beamten von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht haben. Der Mann wurde im Brust- und Bauchbereich getroffen. Der dadurch lebensgefährlich Verletzte wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde und sich weiterhin befindet.

Während der polizeilichen Beweissicherungsmaßnahmen auf der Straße vor dem Wohnhaus soll der Bruder des 41-jährigen mit einem Auto in den abgesperrten Bereich gefahren sein. Einer der dort eingesetzten Polizeibeamten soll dabei an der Hand verletzt worden sein. Das Fahrzeug konnte sofort gestoppt werden und der 34-jährige Fahrer, der Widerstand geleistet haben soll, wurde in Gewahrsam genommen.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Mannheim wird die Untersuchung bezüglich des polizeilichen Schusswaffengebrauchs vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg übernommen. Ansonsten werden die Ermittlungen vom Polizeipräsidium Mannheim durchgeführt.

Quelle: Presseportal

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