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Mannheim: Telefon-Betrugsstraftaten im Landkreis Karlsruhe

Unbekannte Betrüger kontaktierten Geschädigte telefonisch und erbeuteten Wertgegenstände. Opfer bemerkten Betrug und erstatteten Strafanzeige.

Foto: unsplash

Karlsruhe (ost)

Bislang unbekannte Gauner haben gestern mehrere Opfer angerufen und waren in zwei Fällen erfolgreich.

Um 14:30 Uhr erhielt ein 76-jähriger Mann aus Waghäusel-Kirrlach einen Anruf von einem unbekannten Täter, der sich als Polizist aus Mannheim ausgab. Er informierte den Angerufenen darüber, dass eine Bande von Betrügern es auf die Goldmünzen des Mannes abgesehen habe. Eine vermeintliche Polizistin würde im Laufe des Tages kommen, um sie zu begutachten. Um 23:40 Uhr erschien eine Frau an der Adresse des Opfers und nannte ihm ein zuvor am Telefon vereinbartes Passwort, um ins Haus zu gelangen. Nachdem sie die Wertgegenstände begutachtet hatte, nahm sie sie mit und ging in Richtung Taunusstraße.

Der entstandene Sachschaden liegt laut aktuellen Informationen im unteren sechsstelligen Bereich.

Die Täterin wird als etwa 160 cm groß mit normaler Statur und zwischen 28 und 33 Jahren alt beschrieben. Sie trug zum Tatzeitpunkt eine Lederjacke, die bis zur Hüfte reichte. Ihr Aussehen war osteuropäisch und sie sprach gebrochenes Deutsch.

Auch in Östringen und Berghausen erhielten an diesem Tag vier weitere Haushalte betrügerische Anrufe. In drei Fällen gaben sich die Anrufer als Polizisten aus und fragten im Rahmen angeblicher Ermittlungsverfahren nach dem Vermögen der Opfer. Die Opfer erkannten jedoch den Betrug, beendeten die Anrufe und erstatteten Anzeige.

Bei einem weiteren Anruf gaben sich die Täter als Bankmitarbeiter aus und täuschten der Geschädigten vor, dass Unbekannte Zugriff auf ihr Konto hatten. Die Geschädigte musste die unrechtmäßigen Überweisungen über eine App am Computer stornieren. Die 51-jährige Frau gab daraufhin mehrere Aufträge im Online-Banking frei, die nach aktuellen Erkenntnissen Echtzeitüberweisungen waren. Nach dem Anruf hatte die Frau keinen Zugriff mehr auf ihre Konten.

Die Höhe des entstandenen Schadens wird noch ermittelt.

Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Vorfall in Waghäusel-Kirrlach gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter 0721 666 5555 zu melden.

Die Polizei empfiehlt:

Weitere Informationen und Tipps zur Vorbeugung finden Sie unter www.polizei-beratung.de

Anna Breite-Diehl, Pressestelle

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Cyberkriminalitätsfälle in Deutschland registriert – 22125.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.144 13.531
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.056 4.420
Anzahl der Verdächtigen 3.146 3.473
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.153 2.380
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 993 1.093
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.119 1.331

Quelle: Bundeskriminalamt

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