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Mannheim: Tötungsdelikt in Eberbach

Ein 19-Jähriger tötete seine Mutter und beging Selbstmord nach Kokainkonsum. Motive bleiben unklar.

Foto: Depositphotos

Mannheim (ost)

In den frühen Morgenstunden des 21.09.2025 ereignete sich in Neckarwimmersbach ein Tötungsdelikt an einer 45-jährigen Frau. Kurz darauf verstarb der Sohn der Getöteten, als er in Bernau, einem Ortsteil von Waibstadt, seinen Wagen mit hoher Geschwindigkeit gegen den Pfeiler einer Eisenbahnbrücke lenkte. Beide lebten in Eberbach (siehe Pressemeldung vom 24.09.2025).

Nach Abschluss der Untersuchungen ist anzunehmen, dass der verstorbene 19-jährige Mann zunächst seine Mutter auf einem Sportplatz in Neckarwimmersbach tötete und sich dann mit dem Fahrzeug das Leben nahm. Da der Beschuldigte verstorben ist und eine Beteiligung anderer Personen ausgeschlossen werden konnte, musste das Ermittlungsverfahren aufgrund eines Verfahrenshindernisses eingestellt werden.

Um die Hintergründe der Tat und insbesondere die Motive, die den jungen Mann möglicherweise zur Tötung seiner Mutter veranlasst haben könnten, zu klären, wurde unter anderem ein psychiatrischer Gutachter beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Weder die Ergebnisse der Ermittlungen noch die Feststellungen des Gutachters lieferten ein eindeutiges Motiv für die unerwartete Tat am 21.09.2025.

Der Gutachter geht jedoch davon aus, dass der Konsum von Kokain zu einer Veränderung des psychischen Zustands des 19-jährigen Täters geführt haben könnte und letztendlich zum Tötungsdelikt an seiner Mutter – mit der er bis zu dem Zeitpunkt des Verbrechens und dem folgenden Suizid eine harmonische Beziehung hatte.

Der Gutachter erläuterte, dass beim Konsum von Kokain unter anderem die Gefahr bestehe, dass es zu komplizierten Verläufen mit stark erhöhter Aggressivität kommen könne. In einigen Fällen könnten anstelle der angestrebten Euphorie intensive Ängste bis hin zu panikartigen Zuständen auftreten, die zu aggressivem Verhalten gegenüber anderen führen könnten.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft möchten mit dieser Pressemitteilung unter Berücksichtigung der Ausführungen des Gutachters darauf hinweisen, dass der Konsum von Kokain nicht nur eine Gefahr für den Körper, sondern auch für die Persönlichkeit darstellt. Der Konsum kann letztlich dazu führen, dass Konsumenten die Kontrolle über ihr Verhalten verlieren und Handlungen ausführen, die sie nüchtern weder umsetzen noch gutheißen würden.

Es gibt verschiedene Anlauf- und Beratungsstellen, die Betroffenen und deren Familien bei Fragen unterstützen und Rat sowie Hilfe anbieten können. Diese Stellen bieten in der Regel kostenlose Beratung an.

Hier haben wir eine Auswahl an Anlaufstellen für Sie zusammengestellt:

Quelle: Presseportal

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