Ein 43-jähriger Marokkaner wird verdächtigt, in mehreren Fällen Banküberfälle begangen zu haben, bei denen er Bankangestellte als Geiseln nahm und Bargeld erpresste.
Mannheim: Verdächtiger in Untersuchungshaft wegen erpresserischem Menschenraub

Rhein-Neckar-Kreis (ost)
Gemeinsame Erklärung von Staatsanwaltschaft Mannheim und Polizeipräsidium Mannheim
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim hat das Amtsgericht Mannheim einen Haftbefehl gegen einen 43-jährigen marokkanischen Mann wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubes in drei Fällen erlassen.
Der Tatverdächtige soll sich zusammen mit einem Komplizen vor dem 03. März 2022 verbündet haben, um Bankfilialen zu überfallen und sich so zu bereichern. Die Banken wurden im Voraus ausspioniert und dann in Teams gearbeitet. Während der Komplize draußen Wache halten sollte, sollte der 43-Jährige maskiert und bewaffnet mit einer Pistole die Bank betreten, die Bankangestellten als Geiseln nehmen und unter Gewaltandrohung hohe Geldbeträge aus den Tresorräumen erpressen.
Der Ursprung des Ermittlungsverfahrens der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg des Polizeipräsidiums Mannheim war ein Überfall am 06. November 2025 in einer Bankfiliale in Oftersheim. Der Tatverdächtige soll mehrere Bankangestellte gefesselt haben und unter Gewaltandrohung zum Öffnen der Tresore und Geldausgabeautomaten gezwungen haben. Er verbrachte fast eine Stunde mit den Geiseln in der Bank, um Sicherheitsvorkehrungen zu überwinden. Bei der Tat wurde auch eine Bankangestellte durch einen Schlag leicht verletzt.
Nachdem er Bargeld in sechsstelliger Höhe erlangt hatte, verließ der Tatverdächtige die Filiale und floh mit dem Komplizen in einem Auto mit falschen Kennzeichen vom Tatort.
In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Mannheim führten umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg des Polizeipräsidiums Mannheim zur Identifizierung des 43-jährigen Marokkaners. Weitere Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit den Landespolizeien Hessen und Rheinland-Pfalz erhärteten den Verdacht der Täterschaft in zwei weiteren ähnlichen Fällen.
Am 03. März 2022 soll der 43-Jährige eine Bankangestellte in einer Bankfiliale in Otterbach (Rheinland-Pfalz) überwältigt haben, als sie um 07:30 Uhr die Tür zur Selbstbedienungszone öffnete. Durch Gewaltandrohung zwang er sie, den Tresor zu öffnen und fesselte sie im Tresorraum. Die Bankmitarbeiterin schaffte es, sich alleine im Tresorraum einzuschließen, so dass der Tatverdächtige nicht mehr eindringen konnte. Gegen 07:45 Uhr floh er ohne Beute vom Tatort.
Am 17. März 2022 gegen 07:45 Uhr folgte der Tatverdächtige einer Bankangestellten in eine Bankfiliale in Böhl-Iggelheim (Rheinland-Pfalz) und zwang sie durch Schläge und Gewaltandrohung zum Tresorraum. Nachdem eine weitere Bankangestellte erschien, überwältigte er beide und zwang sie zur Öffnung des Tresors. Er packte Bargeld in sechsstelliger Höhe ein und fesselte die Geiseln, bevor er mit einem bereitgestellten Fahrzeug floh.
Der 43-Jährige wurde in Hessen lokalisiert und am 30. April 2026 festgenommen.
Es folgten Durchsuchungen von Objekten und Fahrzeugen, bei denen umfangreiche Beweismittel gefunden wurden.
Am 30. April 2026 wurde der Tatverdächtige dem Haft- und Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt, der den Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubes in drei Fällen eröffnete und vollstreckte. Anschließend wurde der Tatverdächtige inhaftiert.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und der Staatsanwaltschaft Mannheim dauern an.
Bezug zur Pressemitteilung vom 22. April 2026: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/6152712 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/6152845 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/6153169
Quelle: Presseportal








