Das Polizeipräsidium Offenburg führte einen präsidiumsweiten “Zweiradaktionstag” durch, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Über 100 Beamte kontrollierten mehr als 420 Fahrräder, 180 Pedelecs und 270 E-Scooter.
Mittelbaden: Zweiradaktionstag des Polizeipräsidiums Offenburg

Mittelbaden (ost)
Am Mittwoch hat das Polizeipräsidium Offenburg einen präsidiumsweiten “Zweiradaktionstag” organisiert, um die Sicherheit im Straßenverkehr für Radfahrer und Nutzer von E-Scootern und Pedelecs zu verbessern. Besonderes Augenmerk lag auf repressiven und präventiven Maßnahmen, Kontrollen von manipulierten Pedelecs und E-Scootern, dem Tragen von Fahrradhelmen und der Überwachung der ordnungsgemäßen Nutzung von E-Scootern.
Im Rahmen dieser Aktion haben die Polizeireviere im Polizeipräsidium Offenburg zahlreiche mobile und stationäre Kontrollen durchgeführt. Zwei feste Kontrollstellen in den Gebieten Baden-Baden und Offenburg wurden unter Leitung der Verkehrspolizeiinspektion eingerichtet. Insgesamt waren über 100 Beamte im Einsatz, die zwischen 7 Uhr und 17:30 Uhr präsidiumsweit mehr als 420 Fahrräder, 180 Pedelecs und 270 E-Scooter überprüft haben. Die Kontrollen ergaben fast 270 Verkehrsverstöße, die zu Verwarnungen oder Bußgeldverfahren führten. Die meisten Verstöße betrafen das Fahren auf Gehwegen, fehlende Reflektoren oder vorgeschriebene Ausrüstung, Handyverstöße, das Ignorieren von Rotlicht, das Mitnehmen von Personen auf E-Scootern und kleine Mängel an den Fahrzeugen. Aufgrund des Verdachts auf Manipulation wurde unter anderem ein E-Scooter beschlagnahmt und zur weiteren Überprüfung zur Dienststelle der Verkehrspolizeiinspektion Baden-Baden gebracht.
Die Bedeutung der Kontrollmaßnahmen wurde besonders durch die Feststellung mehrerer Verkehrsstraftaten deutlich. In 14 Fällen mussten Anzeigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis, aber auch wegen Trunkenheit am Steuer erstattet werden. In letzterem Fall wurde gegen 18:30 Uhr ein betrunkener 50-jähriger E-Scooter-Fahrer mit etwa 1,5 Promille vom Polizeirevier Offenburg erwischt. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass für die Nutzung von E-Scootern die gleichen Promillegrenzen wie beispielsweise beim Autofahren gelten. Bei Verstoß sind Fahrverbote und weitere führerscheinrechtliche Konsequenzen zu erwarten.
/mo
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1733 Fällen (0.57%) verzeichnet. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 260926 Fällen (85.09%). In Bezug auf die Ortslage gab es 25663 Unfälle innerorts (8.37%), 13562 außerorts (4.42%) und 3369 auf Autobahnen (1.1%). Die Anzahl der Getöteten betrug 369, Schwerverletzte waren 6139 und Leichtverletzte 36086.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








