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Neckarelz: 15-Jähriger überquert Gleise – Lokführer leitet Schnellbremsung ein

Ein Jugendlicher überquerte die Gleise, was zu einer Schnellbremsung des Zuges führte. Der Vorfall endete glimpflich, niemand wurde verletzt.

Foto: unsplash

Neckarelz (ost)

Am Montagnachmittag (22.06.2026) ereignete sich gegen 16:22 Uhr zwischen den Bahnhöfen Neckarelz und Binau ein gefährlicher Vorfall im Bahnverkehr.

Nach bisherigen Informationen bemerkte die Lokführerin einer S-Bahn der Linie S1 bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h eine Person auf den Gleisen. Die Zugführerin leitete sofort eine Schnellbremsung ein und kam kurz vor der Person zum Stehen. Danach informierte sie die Bundespolizei über den Vorfall. Der junge Mann flüchtete zunächst in eine unbekannte Richtung. Die Polizeikräfte des Bundeslandes konnten den Jugendlichen kurz darauf in der Nähe des Bahnhofs Neckarelz finden und an die Bundespolizei übergeben.

Gegen den 15-jährigen Deutschen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich etwa 40 Passagiere im Zug. Nach aktuellen Informationen wurde niemand verletzt.

Die Bundespolizei warnt davor, sich im Gleisbereich aufzuhalten, da dies lebensgefährlich ist. Züge nähern sich fast geräuschlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofortigen Notbremsung benötigen Züge mehrere hundert Meter, um anzuhalten (der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter). Bahngleise dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen wie Über- oder Unterführungen überquert werden.

Quelle: Presseportal

nf24