Drei Männer und eine Frau aus Ulm und Neu-Ulm festgenommen, kiloweise Rauschgift gefunden. Ermittlungen dauern an. Unschuldsvermutung gilt.
Neu-Ulm: Verdächtige in Untersuchungshaft, kiloweise Drogen sichergestellt

Ulm (ost)
Es wird vermutet, dass drei Männer und eine Frau aus der Region Ulm und Neu-Ulm mit großen Mengen Drogen gehandelt haben.
Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ulm ermittelte bereits seit einiger Zeit gegen die drei Männer im Alter von 31, 35 und 35 Jahren sowie gegen eine 19-jährige Frau. Am 25.03.2026 erfolgte schließlich der Zugriff im Bereich des Universum Centers in Ulm, bei dem zwei der drei männlichen Verdächtigen und die weibliche Verdächtige festgenommen wurden. Bei der Festnahme hatte die 19-Jährige ein Kilogramm Kokain bei sich. Am selben Tag fanden umfangreiche Durchsuchungen bei den drei Festgenommenen statt, bei denen in der Wohnung des 31-jährigen ein weiteres Kilogramm Kokain, zwei Kilogramm Marihuana und mehr als 14.000 Euro gefunden wurden. Die drei Personen wurden daraufhin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm dem Haftrichter beim Amtsgericht Ulm vorgeführt.
Am 03.04.26 konnte auch der dritte männliche Verdächtige festgenommen werden. In der Wohnung des 35-jährigen wurden weitere vierhundert Gramm Kokain, 40 Gramm Marihuana und mehr als 3.500 Euro Bargeld entdeckt und beschlagnahmt. Der vierte Verdächtige wurde ebenfalls nach seiner Festnahme dem Haftrichter vorgeführt. Alle vier Personen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Ulm dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Polizeipräsidium Ulm
Daniel Frischmann 0731 188 1111 ulm.pressestelle@polizei.bwl.de
Staatsanwaltschaft Ulm
Ayfer Kaplan-Pirl 0731 189 1442 Pressestelle@staulm.justiz.bwl.de
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 36787 auf 34877 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 32420 auf 30714, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen (28389) weiterhin deutlich höher war als die der weiblichen Verdächtigen (4031). Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








