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Neue Hybrid-HLF für Feuerwehr Stuttgart

Bürgermeister übergibt innovative Einsatzfahrzeuge für modernere Gefahrenabwehr und praktische Erprobung alternativer Antriebe im Einsatzdienst.

Amtsleiter und Feuerwehrkommandant Dr. Belge bei der Übergabe zweier Hybrid-Hilfeleistungslöschfahrzeuge an die Feuerwehr Stuttgart
Foto: Presseportal.de

Stuttgart (ost)

Bürgermeister Dr. Clemens Maier hat am Montag, 8. Juni 2026, zwei innovative Hybrid-Hilfeleistungslöschfahrzeuge (Hybrid-HLF) an die Feuerwehr Stuttgart übergeben. Nach einer Einweisungsphase werden die Fahrzeuge auf den Feuerwachen 1 und 3 in den Einsatzdienst übernommen. Damit geht die Feuerwehr Stuttgart einen weiteren Schritt hin zu moderner Gefahrenabwehr und startet die praktische Erprobung alternativ angetriebener Löschfahrzeuge im kommunalen Einsatzdienst. Ziel ist es, wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Ausrichtung der Feuerwehrfahrzeugflotte zu gewinnen.

Die neuen Fahrzeuge verfügen über einen batterieelektrischen Antrieb mit zwei Hochvolt-Batterien und einer Gesamtkapazität von 132 Kilowattstunden. Zwei Elektromotoren mit bis zu 480 PS Spitzenleistung ermöglichen kraftvolle und zugleich emissionsarme Einsatzfahrten. Für längere oder besonders energieintensive Einsätze steht zusätzlich ein Verbrennungsmotor als Energie-Backup zur Verfügung, um die Einsatzfähigkeit jederzeit sicherzustellen.

„Mit der Indienststellung dieser Fahrzeuge geht die Landeshauptstadt Stuttgart bewusst einen zukunftsorientierten Weg. Die Entscheidung, moderne und technisch innovative Einsatzfahrzeuge für unsere Feuerwehr zu beschaffen, ist wichtig, um Erfahrungen mit neuen Technologien in einem besonders anspruchsvollen Einsatzumfeld zu sammeln. Innovation und öffentliche Sicherheit gehören für uns zusammen“, sagt Bürgermeister Dr. Maier.

Die beiden Hybrid-HLF entsprechen in ihrer feuerwehrtechnischen Ausstattung den Anforderungen eines modernen Hilfeleistungslöschfahrzeugs. Zur Ausstattung gehören ein 1.600-Liter-Wassertank, eine leistungsfähige Feuerlöschkreiselpumpe, moderne akkubetriebene Einsatztechnik sowie ein elektrischer Allradantrieb. Eine lenkbare Hinterachse sorgt für hohe Wendigkeit im urbanen Einsatzraum.

Besonders auf die Bedürfnisse der Einsatzkräfte ausgerichtet ist das neuartige Innenraumkonzept: Die Sitzanordnung ermöglicht bereits während der Anfahrt die direkte Kommunikation innerhalb der Mannschaft sowie die Vorbereitung auf den bevorstehenden Einsatz. Ergonomische Lösungen erleichtern zudem die Entnahme von Geräten und verbessern die Abläufe an der Einsatzstelle.

„Diese Fahrzeuge bieten unserer Feuerwehr weit mehr als einen neuen Antrieb. Sie erweitern unsere technischen Möglichkeiten im Einsatzdienst, verbessern die Arbeitsbedingungen für unsere Einsatzkräfte und liefern wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung unseres Fahrzeugparks. Entscheidend ist dabei immer der konkrete Mehrwert für eine leistungsfähige Gefahrenabwehr in der Landeshauptstadt Stuttgart“, betont Amtsleiter und Feuerwehrkommandant Dr. Belge.

Die Fahrzeuge werden über eine 22-kW-Ladeinfrastruktur in die bestehenden Energiesysteme der Feuerwachen integriert. Die Einführung erfolgt im Rahmen eines Pilotprojekts, mit dem die Praxistauglichkeit alternativ angetriebener Löschfahrzeuge unter realen Einsatzbedingungen bewertet werden soll. Die Feuerwehr Stuttgart setzt bereits heute auf alternative Antriebstechnologien: Aktuell sind mehrere Elektrofahrzeuge im Einsatz, darunter auch ein Fahrzeug im täglichen Einsatz für den Direktionsdienst.

Die Beschaffung der beiden Hybrid-HLF erfolgt im Rahmen des langfristigen Investitionsprogramms der Landeshauptstadt Stuttgart bis Mitte der 2030 Jahre zur Modernisierung des Fahrzeug- und Gerätebestands der Feuerwehr. Der Gemeinderat hatte dieses bereits 2023 mit einem Gesamtvolumen von über 110 Millionen Euro beschlossen. Die Gesamtkosten für die beiden Fahrzeuge belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon entfallen 33630 Unfälle auf Personenschäden, was 10.97% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1733, was 0.57% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 260926, was 85.09% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 369, die Schwerverletzten belaufen sich auf 6139 und die Leichtverletzten auf 36086.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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