Nach erfolgreicher Zusammenarbeit mit französischen Behörden konnten Tatverdächtige festgenommen werden.
Neuried: Bewaffneter Raub auf Tabak- und Presseshop

Neuried (ost)
Nach dem Angriff am 7. Juli auf einen Tabak- und Pressegeschäft am Altenheimer Yachthafen identifizierten die Ermittler der Kriminalpolizei in enger Zusammenarbeit mit ihren französischen Kollegen mehrere Verdächtige. Nach einer Reihe ähnlicher Fälle auf französischem Gebiet geriet eine bereits verdächtige Gruppe ins Visier beider Polizeieinheiten. Am Abend des Angriffs wurden in Frankreich mehrere Verdächtige festgenommen. Die französischen Behörden konnten Bargeld und deutsche Tabakwaren sicherstellen, die vermutlich aus dem Vorfall in Neuried stammen. Die Verdächtigen wurden inzwischen als die Verantwortlichen für den Vorfall in Neuried identifiziert. Die weiteren Ermittlungen und Abstimmungen mit den französischen Behörden werden nun von der Staatsanwaltschaft Offenburg koordiniert.
/rs
Ursprüngliche Nachricht vom Mittwoch, 8. Juli 2026, 13:11 Uhr
Neuried – Bewaffneter Raub auf Tabak- und Presseshop, Zeugenaufruf
Nach einem bewaffneten Raubüberfall auf einen Tabak- und Presseshop am Altenheimer Yachthafen am Dienstagabend haben die Beamten der Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen und bitten um Hinweise aus der Bevölkerung. Laut den bisherigen Informationen betraten um 19:35 Uhr drei maskierte Männer den Verkaufsraum des Geschäfts. Unter Vorhalten von mindestens zwei Schusswaffen bedrohten sie die beiden anwesenden Kassiererinnen und forderten sie auf, in französischer Sprache Bargeld und Tabakwaren herauszugeben. Anschließend nahmen die Täter Bargeld aus den Kassen und Zigaretten aus den Regalen. Die Mitarbeiterinnen wurden gezwungen, Taschen mit weiteren Tabakwaren zu füllen. Danach flüchteten die Männer in einem grauen Skoda, in dem bereits eine weitere maskierte Person saß. Das Fahrzeug fuhr in eine unbekannte Richtung davon. Die Täter wurden als junge Männer beschrieben, die Französisch sprachen. Sie waren dunkel gekleidet, trugen Skimasken und Handschuhe. Sofort nach dem Vorfall wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, an denen mehrere Streifenwagen der Polizeireviere Offenburg und Kehl sowie der Bundespolizei beteiligt waren. Bisher konnten die Verdächtigen jedoch nicht festgenommen werden. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die etwas beobachtet haben oder verdächtige Personen oder den grauen Skoda in der Nähe des Altenheimer Yachthafens gesehen haben, sich unter der Telefonnummer 0781 21-2820 zu melden.
/jg
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3782 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2037 auf 2518. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2602 auf 3202, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Besonders auffällig ist der Anstieg der nicht-deutschen Verdächtigen von 1313 auf 1674. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 12625 Fällen die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.042 | 3.782 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.037 | 2.518 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.602 | 3.202 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.369 | 2.906 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 233 | 296 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.313 | 1.674 |
Quelle: Bundeskriminalamt








