Jugendliche wegen geplanter Gewalttat festgenommen. Ermittlungen laufen weiterhin.
Oberesslingen: Polizeiaktion in Esslingen

Stuttgart (ost)
Im Namen des Cybercrime-Zentrums Baden-Württemberg, das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe angesiedelt ist, wurden am Freitag, dem 22. Mai 2026, in Oberesslingen, einem Stadtteil von Esslingen, mehrere Jugendliche von Ermittlern des Landeskriminalamts Baden-Württemberg festgenommen.
Den vier Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren wird vorgeworfen, eine schwere Straftat gegen eine andere Person geplant zu haben. Bei der Festnahme eines der Beschuldigten wurde ein Schlagring gefunden. Zudem wurden bei den folgenden Durchsuchungen mehrere Mobiltelefone und elektronische Speichermedien sichergestellt, die nun ausgewertet werden.
Dank der Ermittlungen und des schnellen Eingreifens konnte die geplante Gewalttat erfolgreich verhindert werden. Die Behörden wurden auf die geplante Tat im Rahmen anderer Ermittlungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern aufmerksam.
Die Schülerinnen und Schüler der nahegelegenen Schulen waren zu keiner Zeit in Gefahr. Diejenigen, die auf die laufenden Einsatzmaßnahmen aufmerksam wurden, wurden vorübergehend von Lehrkräften in ihre Klassenzimmer geschickt.
Gegen einen der festgenommenen Jugendlichen vor Ort wurde ein Haftbefehl wegen Mordverabredung erlassen und vollstreckt.
Gegen einen anderen anwesenden Beschuldigten wurde ein Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern erlassen und vollstreckt.
Die beiden anderen Beschuldigten wurden nach Abschluss der Maßnahmen wieder freigelassen.
Aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der minderjährigen Beschuldigten können derzeit keine weiteren Informationen preisgegeben werden. Die Ermittlungen sind noch im Gange.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 auf 402, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








