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Oberndorf am Neckar: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Ein 45-jähriger Mann wurde nach Schussabgabe auf eine Frau festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft. Die Tat ereignete sich am Montagabend.

Foto: Depositphotos

Oberndorf am Neckar (ost)

Nachdem am Montagabend ein Verdächtiger nach dem Abfeuern eines Schusses auf eine Frau vorübergehend von der Polizei festgenommen wurde, sitzt der 45-jährige Mann seit Mittwoch in Untersuchungshaft.

Der Tatverdächtige, ein Deutscher, der der Polizei bekannt ist, wird dringend verdächtigt, am Montagabend gegen 21:40 Uhr eine 58-jährige Frau in der Bahnhofstraße von hinten angeschossen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Nach der Tat flüchtete der Mann zu Fuß vom Tatort und wurde gegen 00:15 Uhr auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes in der Friedrich-List-Straße vorübergehend festgenommen, im Zuge umfangreicher polizeilicher Fahndungsmaßnahmen.

Die 58-jährige Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand bleibt kritisch.

Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Ermittlungen zur Tat übernommen. Am Dienstag und Mittwoch wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen am Tatort durchgeführt. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen wurden mehrere Waffen gefunden und beschlagnahmt. Ob eine dieser Waffen die Tatwaffe ist, wird im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen geklärt. Auch das Motiv des 45-Jährigen ist noch unklar.

Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes eingeleitet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Rottweil Haftbefehl gegen den Beschuldigten, der am Mittwoch in Vollzug gesetzt wurde. Seitdem befindet sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 auf 312. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 381 auf 402, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 315 338
Anzahl der aufgeklärten Fälle 304 312
Anzahl der Verdächtigen 381 402
Anzahl der männlichen Verdächtigen 345 363
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 36 39
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 165 211

Quelle: Bundeskriminalamt

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