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Offenburg: Durchbruch bei Einreisekontrolle

Die Bundespolizei erlebte an der Europabrücke einen gefährlichen Vorfall, bei dem Schüsse auf einen flüchtenden Renault-Fahrer abgegeben wurden.

Foto: Depositphotos

Kehl (ost)

Nach dem Zwischenfall in der Nacht auf Freitag während einer Einreisekontrolle auf der Europabrücke haben die Beamten der Kriminalpolizei Offenburg die Untersuchungen übernommen. Nach den ersten Befragungen sowie der Sichtung von Video- und Bildmaterial ergibt sich die Situation wie folgt: Der Renault Clio wurde auf dem Weg von Frankreich nach Deutschland von Beamten der Bundespolizei zunächst gestoppt, nachdem sie dazu aufgefordert wurden. Die Kontrollbeamten im Fahrzeug rochen Cannabis. Als die Beamten beabsichtigten, das Fahrzeug genauer zu überprüfen, beschleunigte der Autofahrer anstatt anzuhalten und fuhr dann mit hoher Geschwindigkeit auf der Straßburger Straße in Richtung Frankreich zurück. Gleichzeitig versuchten fünf der eingesetzten Bundespolizisten, das Auto zu stoppen, indem sie über die Tram-Schienen auf die andere Straßenseite wechselten, um den flüchtenden 21-Jährigen auf der Fahrbahn in Richtung Frankreich zum Anhalten zu bringen. Der Fahrer des Clio soll die Anweisungen der Bundespolizisten ignoriert und auf sie zugefahren sein. Daraufhin griffen zwei der Bundespolizisten nach ihren Dienstwaffen und gaben Schüsse in Richtung des Renaults ab. Dabei wurde auch die Karosserie eines in der Nähe stehenden Fahrzeugs durch einen Schuss beschädigt.

Nach der erfolgreichen Festnahme des mutmaßlichen Fahrers wurde am Freitagmorgen der Tatort nach Spuren durchsucht. Ab 8 Uhr wurden sowohl der Tramverkehr als auch der Ausreiseverkehr auf der B28 in Richtung Frankreich gesperrt. Der Renault Clio wurde beschlagnahmt und für forensische Untersuchungen abgeschleppt. Die Staatsanwaltschaft Offenburg erwirkte einen europäischen Haftbefehl gegen den 21-jährigen französischen Staatsbürger wegen versuchten Totschlags. Der Mann befindet sich derzeit in Frankreich in Haft. Die Ermittlungen zum Mitfahrer im Renault Clio dauern an. Er konnte bisher nicht gefunden werden.

Kehl – Erfolg bei Einreisekontrolle – 1. Nachtragsmeldung-

Der Tramverkehr ist inzwischen wieder vollständig freigegeben – der Verkehr auf der B28 in Richtung Frankreich ist wieder einspurig offen.

Pressemitteilung vom 29.05.2026, 8:29 Uhr

Kehl – Erfolg bei Einreisekontrolle

Bei Einreisekontrollen durch Beamte der Bundespolizei an der Europabrücke in der Nacht auf Freitag kam es zu einem gefährlichen Vorfall, bei dem ein Renault-Fahrer durchbrach und zwei der Einsatzkräfte ihre Schusswaffen einsetzten. Der Fahrer eines Clio sollte kurz nach Mitternacht bei der Einreise nach Deutschland kontrolliert werden und wurde aufgefordert, in die Kontrollstelle einzufahren. Statt anzuhalten, beschleunigte der Autofahrer und fuhr direkt auf die uniformierten Beamten zu, die ausweichen mussten, um nicht getroffen zu werden. Anschließend wendete der Fahrer und fuhr zurück nach Frankreich. Zwei Beamte versuchten erneut, den Flüchtenden zu stoppen. Der Fahrer des Clio beschleunigte erneut und fuhr auf die Polizisten zu. Die beiden Bundespolizisten zogen ihre Dienstwaffen und gaben Schüsse auf den Renault ab. Sie mussten dem Auto ausweichen, um eine Kollision zu vermeiden. Vor der Grenze zu Frankreich versuchte ein weiterer Beamter zum dritten Mal, den Fahrer zu stoppen, musste aber ausweichen, um nicht verletzt zu werden. Die Polizei konnte den Renault auf französischem Gebiet finden und beobachten, wie zwei Insassen zu Fuß flohen. Der mutmaßliche Fahrer wurde festgenommen. Der 21-Jährige erlitt leichte Verletzungen, wurde aber nicht durch die Schüsse verletzt. Er befindet sich vorläufig in Gewahrsam in Frankreich. Die weiteren Maßnahmen werden mit den französischen Behörden koordiniert. Der zweite Insasse, der noch flüchtig ist, könnte ein 20-Jähriger sein. Ein entsprechendes Ausweisdokument wurde im Renault gefunden. Es ist unklar, ob es sich tatsächlich um diese Person handelt und ob er verletzt wurde.

Aufgrund des Vorfalls an der Europabrücke wurde seit Freitagmorgen um 8 Uhr der Tramverkehr von Deutschland nach Frankreich und umgekehrt sowie der Ausreiseverkehr nach Frankreich für etwa eine Stunde gesperrt. Der Verkehr in Richtung Frankreich wird an der Hafenstraße umgeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon entfallen 33630 Unfälle auf Personenschaden, was 10,97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 10355 Fälle aus, was 3,38% der Gesamtzahl ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1733 Fälle, was 0,57% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 260926 Fälle, was 85,09% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8,37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 (4,42%) und auf Autobahnen 3369 (1,1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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