Autobahnpolizei stoppt illegale Tiertransporte auf A5. Beamte finden Hunde, Katzen, Vögel in schlechtem Zustand und nehmen streng geschützte Tiere in Obhut.
Offenburg: Illegale Tiertransporte gestoppt

Appenweier/Bühl (ost)
Zwei illegale Tiertransporte wurden in den letzten Tagen von Beamten der Autobahnpolizeien aus Offenburg und Bühl gestoppt und werden nun von ihren Kollegen des Fachbereichs Gewerbe/Umwelt weiterverfolgt.
Am Mittwoch, kurz nach 17 Uhr, informierte eine Verkehrsteilnehmerin die Polizei über einen vermutlich illegalen Tiertransport auf der A5, der schließlich vom Verkehrsdienst Offenburg gestoppt wurde. Das Fahrzeug mit spanischem Kennzeichen transportierte mehrere Hunde, Katzen und Vögel nicht ordnungsgemäß. Die Autobahnpolizisten konnten das Fahrzeug in nördlicher Richtung am Tank- und Rasthof Renchtal-Ost anhalten und kontrollieren. Im Fahrzeug fanden sie vier ausgewachsene American Pitbulls, einen Zwergpinscher und einen Mischlingshund, der als Kampfhund eingestuft wurde. Im Beifahrerfußraum befanden sich eine Transportbox mit einem Kaninchen und eine weitere Box mit zwei Tauben; im Fußraum des Fahrers wurde eine Katze entdeckt und im Kofferraum waren fünf weitere Katzen. Alle Tiere zeigten deutliche Anzeichen von Stress und mangelnder Versorgung, insbesondere von fehlendem Frischwasser. Eine Polizeihundeführerin des Polizeipräsidiums Offenburg und das Veterinäramt des Ortenaukreises wurden hinzugezogen. Die vorhandenen Chips wurden ausgelesen und mit den mitgeführten europäischen Heimtierausweisen abgeglichen. Die Echtheit der Dokumente wird derzeit überprüft. Die Fahrerin, eine 43-jährige Frau, durfte nicht weiterfahren und die Tiere wurden vom Veterinäramt des Ortenaukreises beschlagnahmt. Die Tiere wurden versorgt und artgerecht untergebracht. Eine Sicherheitsleistung wurde von der Frau erhoben, um das Verfahren sicherzustellen.
Am Freitagabend der vergangenen Woche gegen 18 Uhr stoppten Autobahnpolizisten der Verkehrsdienst-Außenstelle Bühl einen illegalen Tiertransport auf dem Parkplatz Oberfeld, nachdem das Gespann mit einem schief hängenden Wohnwagen auffiel. Bei der Kontrolle des Kleintransporters und Wohnwagens, geführt von einer 49-jährigen Frau, fanden die Beamten sechs Katzen im Fahrzeug. Die Katzen waren ungesichert im Wohnwagen zwischen losem Gepäck und anderer Ladung, während die Transportboxen leer im Zugfahrzeug waren. Eine Beamtin entdeckte den Arm eines kleinen Affen aus einer Gitterbox und bei genauerer Untersuchung wurden ein weiterer Affe und ein Flugbeutler gefunden. Die Katzen hatten gültige Dokumente, die drei geschützten Tiere wurden sichergestellt und in Obhut genommen. Die Tierrettung aus Neuried-Ichenheim kümmert sich um die Zwergseidenäffchen und den Flugbeutler. Aufgrund technischer Mängel und Überladung durfte der Wohnwagen nicht weiterfahren und es wurde ein gesondertes Verfahren eingeleitet. Die Hintergründe der Transporte, wie Ziel und Herkunft, werden derzeit von Beamten des Fachbereichs Gewerbe/Umwelt des Polizeipräsidiums in Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern des Landkreises Rastatt und des Ortenaukreises ermittelt.
/rs
Quelle: Presseportal








