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Offenburg: Polizeieinsatz gegen kriminelle Strukturen und Rauschgifthandel

Großangelegte Durchsuchungen in mehreren Bundesländern, Festnahmen und Beweissicherung.

Foto: Depositphotos

Karlsruhe (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe:

Nach gründlichen Voruntersuchungen wurden am Mittwoch und Donnerstag zahlreiche Standorte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen von Polizeikräften durchsucht. Dabei wurden mehrere Haftbefehle vollstreckt, Bargeld, Schmuck und Luxuskleidung im Wert von weit über 100.000 Euro beschlagnahmt und zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Neben etwa einem Kilogramm Heroin wurden auch mehrere scharfe Schusswaffen und Munition gefunden. Der Hintergrund der länderübergreifenden Polizeiaktion, die hauptsächlich in Karlsruhe stattfand, ist ein komplexes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Karlsruhe, unter anderem wegen des Verdachts des organisierten Handels mit Heroin und Kokain. Es besteht der Verdacht, dass die beschuldigten Personen, die in kriminelle Strukturen verwickelt sind, in großem Umfang mit Drogen gehandelt haben. Die Betäubungsmittel sollen von den Tätern aus dem benachbarten Ausland ins Bundesgebiet geschmuggelt worden sein.

An der Spitze dieser Gruppe von Tätern soll ein 53-jähriger Mann stehen, der in der jüngeren Vergangenheit bereits wegen Heroinhandels inhaftiert war.

Mit gerichtlichen Beschlüssen, die zuvor beim Amtsgericht Karlsruhe erwirkt wurden, durchsuchten die Polizeikräfte der Polizeipräsidien Karlsruhe, Offenburg, Konstanz, Düsseldorf und des Polizeipräsidiums Einsatz insgesamt 20 Wohnungen in Karlsruhe, Offenburg, Kehl, Trossingen und Jüchen (NRW).

Bislang konnten fünf beschuldigte Personen festgenommen werden und befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Es handelt sich dabei um vier Männer und eine Frau.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Beweismittel werden derzeit noch ausgewertet.

Presseauskünfte:

Staatsanwaltschaft Karlsruhe

Pressestelle Erster Staatsanwalt Schür E-Mail: pressestelle@stakarlsruhe.justiz.bwl.de Telefon: 0721 72661-140

Ralf Eisenlohr, Polizeipräsidium Karlsruhe

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 36787 auf 34877 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 32420 auf 30714, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 28389 auf 26963 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 4031 auf 3751 zurückging. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten Drogenfälle in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24