Eine Seniorin wurde Opfer eines Schockanrufs und übergab 15.000 Euro Goldschmuck an einen falschen Krankenkassenmitarbeiter.
Pforzheim: Seniorin übergibt Goldschmuck an falschen Krankenkassenmitarbeiter

Pforzheim (ost)
Am Montagmittag wurde eine ältere Dame Opfer eines Schockanrufs und übergab dabei Goldschmuck im Wert von etwa 15.000 Euro an einen bisher unbekannten Abholer.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge erhielt die Seniorin gegen 12:00 Uhr einen Anruf von einem Unbekannten, der sich als Mitarbeiter einer Notaufnahme ausgab. Er behauptete, der Sohn der Geschädigten sei schwer an Leberzirrhose erkrankt und benötige dringend ein Medikament aus der Schweiz. Dafür seien Kosten in Höhe von 185.000 Euro angefallen.
Im weiteren Verlauf gelang es der Täterschaft durch geschickte Gesprächsführung, die Geschädigte dazu zu bringen, Angaben zu ihrem zuhause aufbewahrten Goldschmuck zu machen. Ihr wurde anschließend mitgeteilt, dass dieser als Kaution für die Krankenkasse hinterlegt werden müsse. Kurz nach 13:00 Uhr erschien ein angekündigter “Mitarbeiter der Krankenkasse” an der Wohnanschrift im Bereich der Huchenfelder Hauptstraße, auf Höhe der Einmündung zur Erzkopfstraße. Die Geschädigte übergab diesem den Schmuck in einer Stofftasche, indem sie ihn aus dem Wohnzimmerfenster warf. Der Mann entfernte sich anschließend mit einem Fahrzeug in unbekannte Richtung.
Der Abholer wird als etwa 30 Jahre alt, mit dunklen Haaren und gepflegtem Erscheinungsbild beschrieben. Er trug ein schwarzes T-Shirt und sprach akzentfreies Hochdeutsch. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen blauen Pkw mit lilafarbenen Lackierungen gehandelt haben.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die am Montagmittag im Bereich der Wohnanschrift verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise auf den beschriebenen Mann beziehungsweise das Fahrzeug geben können, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 07231 186-4444 zu melden.
Carmela Rinaldo, Pressestelle
Quelle: Presseportal








