Am Montag wurden nach der Festnahme eines 22-Jährigen in Ulm größere Mengen Drogen und Bargeld sichergestellt. Die Ermittlungen führten zu weiteren Drogen und 35.000 Euro Bargeld in der Wohnung der Freundin des Tatverdächtigen.
Polizei findet Drogen und Bargeld in Ulm

Ulm (ost)
Um etwa 19.15 Uhr bemerkten Zivilpolizisten zwei Männer in der Gegend von Wichernstraße / Münchener Straße. Sie befanden sich auf der Treppe eines Parkhauses und führten wahrscheinlich einen Drogenhandel durch. Als die Beamten die Personen ansprachen, flüchtete der mutmaßliche Verkäufer. Dabei warf er seinen Rucksack weg. Nach ein paar Metern gelang es den Polizisten, den 22-Jährigen festzunehmen. Bei der Durchsuchung des Rucksacks fanden die Beamten insgesamt 158 Gramm Marihuana – teilweise bereits in Dosen und verkaufsfertigen Tütchen portioniert – sowie 67 Gramm Haschisch. Bei der Durchsuchung des Verdächtigen fanden die Ermittler außerdem einen Kulturbeutel mit 4.350 Euro Bargeld in typischer Stückelung. In seinen Hosentaschen wurden noch drei weitere Tütchen Marihuana sowie 45 Euro Bargeld gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Verdächtige bei seiner Freundin in Ulm lebt. Auf richterliche Anordnung durchsuchte die Polizei anschließend die Wohnung der Freundin des Verdächtigen. Dort fanden die Ermittler – vorbehaltlich der Bestätigung durch Drogentests – 400 Gramm Marihuana, 300 Gramm Haschisch, zwei Gefäße mit mutmaßlichem Kokain sowie ein Vakuumiergerät. Zudem wurden in dem Zimmer rund 35.000 Euro Bargeld sichergestellt. Die Polizei ermittelt nun gegen den 22-jährigen Mann mit iranischer Staatsbürgerschaft sowie gegen dessen 19-jährige Freundin mit deutscher Staatsbürgerschaft wegen des Verdachts des illegalen und gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln. Beide Verdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 40.049 Fälle aufgezeichnet, wovon 36.787 gelöst wurden. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 37.873, wovon 34.877 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich 2022 auf 32.420, darunter 28.389 Männer, 4.031 Frauen und 10.727 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 waren es 30.714 Verdächtige, darunter 26.963 Männer, 3.751 Frauen und 11.419 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








