Mehrere mutmaßliche Drogendealer und Käufer wurden in der Rastatter Innenstadt festgenommen, darunter ein Mann mit gefälschtem Ausweis aus Österreich.
Polizeieinsatz gegen Kokaindealer in Rastatt

Rastatt (ost)
Viele Polizeibeamte des Polizeireviers Rastatt und der Kriminalpolizei waren am Mittwochabend in verschiedenen Teilen der Rastatter Innenstadt im Einsatz, um Kokainhändler festzunehmen. Unter der Führung von Revierleiter Felix Neulinger wurde das Polizeirevier zu einer lokalen Einsatzzentrale. Die Koordination auf der Wache lag in den Händen von zwei Polizisten des Streifendienstes, die sicherstellten, dass das Konzept reibungslos umgesetzt wurde. Die Beamten waren hauptsächlich in den Parkanlagen und im Stadtzentrum im Einsatz. Um 19:20 Uhr wurde der erste mutmaßliche Drogendealer zusammen mit seinem Käufer vorläufig festgenommen. Er hatte einem Mann aus Rumänien Kokain in einem Beutel verkauft. Das Alter des Käufers konnte zunächst nicht festgestellt werden, da er einen komplett gefälschten österreichischen Ausweis bei sich hatte. Um seine Identität zweifelsfrei festzustellen, wurde der Mann daraufhin erkennungsdienstlich behandelt.
Die zweite Festnahme erfolgte um 19:51 Uhr in der Kaiserstraße. Dort wurde ein Rumäne aus Frankreich mit Betäubungsmitteln und knapp 2.000 Euro Bargeld erwischt. Bei seinem 44-jährigen Käufer wurde eine geringe Menge Kokain gefunden. Bei einer Kontrolle um 20:50 Uhr im Park hinter dem Klinikum versuchte einer der Verdächtigen zu fliehen, wurde jedoch von einem der Polizisten verfolgt und in der Nähe des Ortes vorläufig festgenommen. Bei seiner Flucht hatte der 19-jährige mutmaßliche Dealer eine Tasche in das Gebüsch geworfen, die mit verschiedenen Drogen wie Ecstasy, Kokain und Marihuana gefüllt war. Außerdem befanden sich darin ein Taschenmesser, verschiedene Verpackungsmaterialien und eine Feinwaage. Der Käufer hatte zuvor Marihuana erworben.
Um 21:30 Uhr waren bereits drei vorläufig Festgenommene mit ihren Käufern auf dem Revier versammelt, die verdächtigt werden, mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Die Beamten führten im Laufe der Nacht Folgemaßnahmen wie Hausdurchsuchungen, Identitätsfeststellungen, Durchsuchungen und die Suche mit einem Rauschgiftspürhund durch.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 36787 auf 34877 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 32420 auf 30714, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 28389 auf 26963 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 4031 auf 3751 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 10727 auf 11419 an. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








