Ein 18-Jähriger soll Anwohner mit einer vermeintlichen Schusswaffe bedroht haben. Die Polizei konnte jedoch keine Waffe finden.
Polizeieinsatz in Ettlingen nach mutmaßlicher Bedrohung mit Schusswaffe

Karlsruhe (ost)
Ein Konflikt zwischen Nachbarn führte in der Nacht zum Sonntag in Ettlingen-Oberweier zu einem größeren Polizeieinsatz. Ein 18-Jähriger wird verdächtigt, mehrere Anwohner mit einer vermeintlichen Schusswaffe bedroht zu haben.
Laut bisherigen Informationen alarmierte eine Anwohnerin der Etogesstraße gegen 00:35 Uhr die Polizei. Sie behauptete, dass der 18-jährige Nachbar aus einem Fenster geschossen und mehrere Nachbarn verbal bedroht habe. Zuvor soll der junge Mann auch ein Auto mit einer Flüssigkeit übergossen und eine Hauswand mit nassem Toilettenpapier beworfen haben.
Aufgrund der beschriebenen Situation wurden mehrere Polizeistreifen entsandt und umstellten das betroffene Wohnhaus. Auf Aufforderung der Einsatzkräfte verließ der 18-Jährige schließlich das Gebäude und wurde vorläufig in Gewahrsam genommen.
Bei der folgenden Durchsuchung des Anwesens fanden die Beamten keine Schusswaffe, auf die der Verdächtige möglicherweise Zugriff gehabt haben könnte.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 18-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Weitere Ermittlungen, insbesondere zu den genauen Hintergründen und ob tatsächlich eine Schusswaffe im Spiel war, werden vom Polizeirevier Ettlingen durchgeführt. Der Beschuldigte muss unter anderem mit einer Anzeige wegen Bedrohung rechnen.
Larissa Bollinger, Pressestelle
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle von Mord registriert, wobei 304 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 381 Verdächtige, darunter 345 Männer und 36 Frauen. Von den Verdächtigen waren 165 nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 338, wobei 312 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 402 Verdächtige, darunter 363 Männer und 39 Frauen. Von den Verdächtigen waren 211 nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








