Beamte des Polizeipräsidiums führten eine großangelegte Kontrollaktion zur Drogenerkennung im Straßenverkehr durch. Mit 76 Beamten wurden 143 Personen und 116 Fahrzeuge überprüft.
Polizeikontrolle in Pforzheim

Pforzheim (ost)
Am Dienstag führten Beamte des Polizeipräsidiums Pforzheim eine umfangreiche Kontrolle mit dem Schwerpunkt Betäubungsmittel an der Anschlussstelle Pforzheim-Nord durch.
Im Zuge einer mehrtägigen Schulung an der Polizeihochschule zum Thema „Drogenerkennung im Straßenverkehr“ wurde am Dienstag zwischen 11:00 Uhr und 18:00 Uhr erneut eine Kontrollstelle auf dem Pendlerparkplatz eingerichtet. Der Zweck des Einsatzes bestand darin, die am Vortag während des Seminars erworbenen Kenntnisse in der Praxis umzusetzen, eingebettet in einen professionellen Rahmen.
Insgesamt 143 Personen und über 116 dazugehörige Fahrzeuge wurden im Rahmen dieser Kontrollmaßnahme von etwa 76 Beamten verschiedener Polizeipräsidien überprüft. Der Fokus lag auf der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Fahrer. Aufgrund konkreter Verdachtsmomente auf Beeinflussung durch Drogen wurde in 23 Fällen eine Blutentnahme angeordnet, die vor Ort von einem Polizeiarzt durchgeführt wurde.
Folgende Verstöße wurden festgestellt:
Es wurden insgesamt 20 Verfahren wegen Fahrens unter Drogeneinfluss und drei Anzeigen wegen Trunkenheit im Verkehr aufgrund von Drogen eingeleitet. Darüber hinaus wurden neun allgemeine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Besonders erwähnenswert war der Fund von knapp 5 Gramm Kokain im Intimbereich eines Fahrers. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung mit einem Rauschgiftspürhund wurden 125,5 Gramm einer bisher unbekannten pulverförmigen Substanz gefunden. Die Bearbeitung des Drogenfundes wurde vom Kriminaldauerdienst übernommen.
Neben den Kontrollen zur Fahrtüchtigkeit stellten die Beamten weitere Verstöße fest, wie zum Beispiel vier Fälle von Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis, vier Fälle von unsachgemäßer Kindersicherung, einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz oder Mängel bei der Ladungssicherung. In zwei Fällen war die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs erloschen.
Dies verdeutlicht die Bedeutung einer kontinuierlichen Überwachung des Straßenverkehrs, um Gefahren durch berauschte Fahrer frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Anna Schwalbe, Pressestelle
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32420 auf 30714 zurück. Von den Verdächtigen waren 28389 männlich und 4031 weiblich, wobei 10727 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt







